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Stärke 5,6: Erdbeben erschüttert Mexiko

Für die Bewohner Mexikos nimmt der Schrecken kein Ende: Während die Schweinegrippe das Land fest im Griff hat, ist das Land auch noch von einem Erdbeben der Stärke 5,6 erschüttert worden. Tausende Menschen rannten in Mexiko-Stadt in Panik auf die Straßen.

Ein heftiges Erdbeben hat am Montag Zentralmexiko erschüttert. Der Erdstoß der Stärke 5,6 versetzte den Menschen, deren Nerven wegen des Ausbruchs der tödlichen Schweinegrippe-Epidemie ohnehin schon blankliegen, einen zusätzlichen Schock. In der Hauptstadt Mexiko-Stadt gerieten hohe Gebäude ins Wanken. Verängstigte Bewohner - viele wegen der Epidemie mit Atemschutzmaske über dem Gesicht - rannten auf die Straße, um sich in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben von US-Seismologen hatte das Beben eine Stärke von 5,6. Erschütterungen dieses Ausmaßes können erhebliche Schäden verursachen. Das Epizentrum lag demnach in der Nähe von Chilpancingo, rund 210 Kilometer südwestlich von Mexiko-Stadt. Ein Sprecher der Stadt erklärte jedoch, in der Kommune sei niemand verletzt oder getötet worden. Auch aus anderen Städten wurden noch keine Opfer oder nennenswerte Schäden berichtet.

Mexiko hat derzeit bereits mit der Schweinegrippe zu kämpfen. Wie Gesundheitsminister José Ángel Cordova am Montag mitteilte, starben vermutlich mindestens 149 Menschen im Land an der Infektionskrankheit. Bestätigt sind bislang zwanzig Fälle. Bei den Toten wiesen die Behörden den gefährlichen Schweinegrippe-Erreger A/H1N1 nach. Mehr als 1600 Menschen wurden den Angaben zufolge wegen mutmaßlicher Schweinegrippe medizinisch behandelt. Die Regierung ordnete an, die Schulen im ganzen Land zu schließen.

AP/Reuters/AFP / AP / Reuters