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Beißwütiger Vierbeiner: Kampfhund dreht durch und verletzt elf Kinder

Zunächst sah es nach Spaß aus, dann aber wendete sich die Situation: In Großbritannien hat ein Staffordshire Bullterrier elf Kinder attackiert und durch Bisse verletzt. Neun von ihnen mussten ins Krankenhaus. 

Ein Staffordshire Bullterrier mit aufgerissenem Maul

Erst durch das Eingreifen zweier Männer konnte der wild um sich beißende Staffordshire Bullterrerier an einem Zaun festgemacht werden (Symbolbild)

"Überall lagen verletzte Kinder herum, es war ein Kriegsschauplatz". So dramatisch beschrieb Anwohnerin Sheryl Allison gegenüber dem Lokalblatt "Newcastle Chronicle" die Szenen in einem Park mit Spielplatz in Blyth nahe Newcastle. Ein Staffordshire Bullterrier soll dort elf Kinder angegriffen haben und diese durch Bisse verletzt haben. Eine 37-jährige sei im Laufe des Abends wegen des Verdachts festgenommen worden, einen "gefährlich außer Kontrolle geratenen Hund" zu halten, berichten mehrere britische Medien. Das Tier selbst sei zur Sicherheit in einen Zwinger gebracht worden.

"Anfangs haben noch alle gelacht, weil er nur rumgesprungen ist und albern war", beschrieb der zwölfjährige Stevie Brooke-Maddison die Situation vor dem Angriff gegenüber der BBC. Nur eine Minute später habe der Hund dann jedoch plötzlich nach allem und jedem geschnappt. "Ich bin auf ein Klettergerüst geklettert, doch er sprang hoch und schnappte nach meinem Bein. Ich habe getreten, aber er wollte nicht ablassen", sagte der Junge, der offenbar unverletzt blieb.

Neun Kinder mit Bisswunden ins Krankenhaus

Dieses Glück hatten elf Kinder nicht. Neun von ihnen mussten mit Bisswunden ins Krankenhaus, einem siebenjährigen Mädchen musste gar Haut transplantiert werden, hieß es. Dem Vater der verletzten Kleinen, Adam Mulvey, merkte man den Schock dem Bericht zufolge noch am Tag danach deutlich an. Ein kleines Mädchen habe an die Tür geklopft und erzählt, dass mehrere Kinder mit einem Hund  eingesperrt seien, sagte er. "Und eines davon war mein kleines Mädchen". Mulvey zögerte demnach keine Sekunde und rannte in den Park. Dort habe er sich unter Mithilfe eines weiteren Nachbarn auf das Tier gesetzt und es so festgehalten, ehe sie es gemeinsam an einen Zaun festbanden. "Ich bin ein Hundeliebhaber und es hat mich fertig gemacht, auf dem Hund zu sitzen und sein Maul auf den Boden zu drücken", sagte Mulvey.

Auch Fiona Richards, laut BBC wohnt sie gegenüber des Parks, berichtete von dramatischen Szenen. "Der Hund lief superschnell umher und biss nach jedem Kind. Ich sah, wie er einen Kleinen an der Schulter packte. Es war das pure Chaos", erklärte die 33-Jährige, deren Tochter in den Oberschenkel gebissen wurde.

Szenen wie bei einem "Terror-Anschlag"

 Sheryl Allison erlebte die Szenen demnach wie "einen Terror-Anschlag". Die gesamte Straße sei durch den Vorfall traumatisiert, so etwas sei vorher noch nie passiert, wird Allison zitiert. Auch Vater Mulvey glaubte, dass seine Tochter einen bleibenden Schaden davontragen werde. "Sie wird nun ihr Leben lang Angst vor Hunden und Parks haben", vermutete er gegenüber der BBC.

In Blyth nahm man den Vorfall verständlicherweise ernst. Demnach blieben nach der Attacke mehrere Polizeibeamte vor Ort, um die Anwohner zu beruhigen und ihnen ein Gefühl der Sicherheit zu geben.

In den meisten Bundesländern Deutschlands gelten Stafffordshire Bullterrier als gefährliche Hunde, die strengen Halterbeschränkungen unterliegen. In Großbritannien sind die bulligen Tiere hingegen als Familienhunde beliebt und werden häufig bei Rettungseinsätzen eingesetzt.

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mod