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Perseiden: Jetzt regnet es Sternschnuppen! Wie und wann man das Himmelsspektakel beobachten kann

Zwei Wochen nach der längsten totalen Mondfinsternis des Jahrhunderts dürfen sich Himmelsgucker auf einen weiteren Höhepunkt des astronomisches Jahres freuen: Der Sternschnuppenstrom der Perseiden erreicht seinen Höhepunkt.

Eine Sternschnuppe am Himmel

Sternschnuppen ohne Ende: Am Wochenende erwartet uns ein Spektakel am Himmel.

DPA

Der August ist der Monat der Sternschnuppen, denn der Meteorstrom der Perseiden gilt als der ergiebigste des ganzen Jahres. In diesem Jahr sind die Sternschnuppen nach Einschätzung von Fachleuten gut zu sehen. Spektakulär soll es am Himmel vor allem am kommenden Wochenende werden.

Neumond verspricht eine gute Sicht

In der Nacht von Sonntag auf Montag erreicht der Strom seinen Höhepunkt. Aber auch in der für Arbeitnehmer günstigeren Nacht von Samstag auf Sonntag können die Sternschnuppen schon gut gesehen werden. Denn am Samstag ist Neumond - und das ist eine gute Nachricht für Sternschnuppenjäger. Es bedeutet, dass bei wolkenfreiem Nachthimmel am Wochenende deutlich mehr Perseidenmeteore zu sehen sein werden als im Vorjahr. Damals überstrahlte der helle Mond nämlich viele lichtschwächere Meteore.

Fachleute rechnen mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, im südhessischen Heppenheim sagt. Darunter seien einige besonders helle Leuchtspuren, die für einige Sekunden zu sehen seien.

Ihren Namen haben die Perseiden, weil sie scheinbar dem Sternbild Perseus entspringen. Einen solchen Punkt habe jeder Sternschnuppenstrom, sagt Melchert. Denn die Erde fliege auf ihrer Bahn um die Sonne durch Wolken kleiner Trümmer, die Kometen auf ihrer jeweiligen Bahn hinterlassen. Der verursachende Komet der Perseiden heißt 109P/Swift-Tuttle. Er sei 1862 entdeckt worden und brauche für seine Umlaufbahn um die Sonne rund 133 Jahre.

Im Volksmund heißen die Augustmeteore auch "Laurentiustränen". Der Name erinnert an den Heiligen Laurentius, der am 10. August 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian den Märtyrertod starb. Seither soll es der Legende zufolge an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.

Sonnenfinsternis steht an – nicht hier zu sehen

Am bevorstehenden Perseidenwochenende können Beobachter in einigen Weltregionen übrigens ein weiteres Himmelsschauspiel bewundern: Über der Arktis und Teilen Asiens verfinstert sich am Samstag ein Teil der Sonnenscheibe. In unseren Breiten ist diese partielle Sonnenfinsternis allerdings nicht zu sehen.

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sw / DPA / AFP