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Selbstmord von Terrorverdächtigem: Suizid im Islam: Eine Sünde für die Hölle

Der mutmaßliche Dschihadist Dschaber al-Bakr hat sich in einem Leipziger Gefängnis selbst getötet. Der Islam verbietet die Selbsttötung nicht nur - es ist sogar eine schwere Sünde.

Verschiedene Ausgaben des Koran in der Khadija Moschee in Berlin

Verschiedene Ausgaben des Koran in der Khadija Moschee in Berlin

Im Islam ist die Selbsttötung nicht nur verboten, sie gilt sogar als schwere Sünde. In Sure 4 des Korans heißt es: "Und tötet euch nicht selbst (...) Doch wer das tut, aus Feindseligkeit und Frevel, den werden wir im Höllenfeuer brennen lassen." Gott hat laut islamischer Theologie das Leben geschenkt, deshalb darf der Mensch es nicht selbst beenden.

Auch in den Hadithen, in denen die Taten, Bräuche und Aussagen des Propheten Mohammed überliefert werden, ist der Suizid verpönt. "Wer sich selbst erdrosselt, wird sich in der Hölle weiterhin erdrosseln!", heißt es dort. Wer sich selbst ersticht, muss sich demnach im Höllenfeuer ewig erstechen, wer sich vergiftet, muss sich auf ewig vergiften.

Allah "verwehrt das Paradies"

Einem weiteren Hadith zufolge weigerte sich der Prophet Mohammed, für einen Mann, der sich selbst getötet hatte, das Totengebet zu verrichten. An anderer Stelle heißt es in den Hadithen: "Allah sagte dazu: "Mein Knecht nahm sich das Leben und ist Mir damit zuvorgekommen. Ich verwehre ihm das Paradies."" 

fin / DPA
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