Am Stadtrand von Muzaffarabad, der Hauptstadt des von Pakistan verwalteten teilautonomen Gebietes Asad Kaschmir, räumt ein Mann den Schnee vom Dach seines Hauses.
Nach der Eskalation des Kaschmir-Konflikts in den vergangenen Wochen haben Indien und Pakistan eine Waffenruhe vereinbart. US-Präsident Donald Trump verkündete den Waffenstillstand am Samstag überraschend. Nach anfänglichen gegenseitigen Vorwürfen beider Seiten, gegen die Vereinbarung verstoßen zu haben, schien die Feuerpause am Sonntag zu halten. Bei den vorangegangenen gegenseitigen Angriffen mit mindestens 60 Toten hatten die verfeindeten Atommächte zuletzt auch Luftwaffenstützpunkte im jeweils anderen Land angriffen.
Kurz vor Einbruch des Winters stürzt ein schweres Erdbeben das bitterarme Kaschmir in die Katastrophe. Drei Millionen Existenzen stehen am Abgrund. Inmitten dieses unfassbaren Dramas lächelt Rahila, mit gebrochenen Beinen. Die Geschichte eines starken Mädchens.
Nicht nur widrige Wetterverhältnisse machen den Vereinten Nationen in Pakistan zu schaffen. Jetzt wurden deren Versorgungsflüge eingestellt, nachdem mehr als 50 Menschen einen UN-Hubschrauber gestürmt hatten.
Das Erbeben in Pakistan hatte ihnen alles genommen, nun kämpfen die drei Millionen Überlebenden gegen den strengen Winter um ihre nackte Existenz. Die ersten Opfer sind Kinder.