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Südspanien Traurige Gewissheit für die Eltern: Zweijähriger Julen von Rettern tot aufgefunden


Fast zwei Wochen lang hat ganz Spanien auf ein Wunder gehofft - doch das blieb aus: Der in einen tiefen Brunnenschacht gestürzte Julen ist tot.

Der seit knapp zwei Wochen in einem tiefen Brunnenschacht in Südspanien verschollene Julen ist tot. Die Leiche des zweijährigen Jungen sei in der Nacht zu Samstag nach tagelangen Bohrungen in einer Tiefe von rund 70 Metern entdeckt worden, teilten örtliche Regierungsvertreter mit. Retter hatten seit dem 13. Januar unermüdlich versucht, zu dem Kind in dem extrem engen Schacht vorzudringen. Allerdings gab es keine Lebenszeichen von ihm, zudem war unklar, in welcher Tiefe des 107 Meter tiefen, illegal auf der Suche nach Wasser gegrabenen Loches es sich befand. 

Julen nach aufwändiger Rettungsaktion tot aufgefunden

Ganz Spanien hatte tagelang mit den Eltern gehofft und gebangt. Experten hatten versichert, dass es nicht ausgeschlossen sei, das Kind lebend zu finden. Jedoch waren die Hoffnungen auf ein glückliches Ende des dramatischen Unfalls mit jeder Minute geschrumpft. Die Helfer waren bei der Bohrung eines Parallel-Tunnels auf immer neue Probleme gestoßen, so vor allem auf extrem hartes Gestein, das die Arbeiten verzögerte. 

Julen
Die Eltern des zweijährigen Julen hatten bis zuletzt Hoffnung gehabt, ihr Sohn könnte noch leben
© JORGE GUERRERO / AFP

Seit Donnerstagabend hatten erfahrene Bergarbeiter unter schwierigsten Bedingungen mit Spitzhacken und Presslufthämmern einen horizontalen Tunnel gegraben, um zu Julen vorzudringen. Jedoch war bis zuletzt unklar, ob der Junge tatsächlich in der von den Experten vermuteten Tiefe gefunden werden würde.

Der Kleine war bei einem Ausflug mit seiner Familie in das Loch gefallen, das einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern hat. Bei Kameraaufnahmen war im Schacht in einer Tiefe von gut 70 Metern eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt worden, die Julen bei sich hatte. Experten erklärten, ein vergleichbarer Notfall in einer solchen Tiefe habe es weltweit noch nie gegeben.

dpa

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