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Gefährliche Lüftungsgitter: New York sagt High-Heels-Killern den Kampf an

Das Balancieren auf einem Lüftungsgitter in High Heels gehört zu den größten Herausforderungen des Großstadt-Dschungels. Die New Yorker U-Bahn will dem wackligen Stöckeln nun ein Ende setzen. 

New Yorker U-Bahn verlegt den Frauen zuliebe neue Lüftungsgitter

15-Zentimeter-Absätze machen das Laufen zu einer Herausforderung. Die New Yorker U-Bahn verlegt nun den Frauen zuliebe neue Lüftungsgitter. 

Jede Frau, die nur ein einziges Mal in High Heels unterwegs war, weiß um die Heimtücken, die auf sie lauern: Kopfsteinpflaster, rutschige Fliesen - und fiese Gitter. Das Balancieren auf dem Lüftungsgitter eines U-Bahn-Schachts mit Pfennigabsätzen, gehört zu den ganz hohen Künsten. Und diese Kunst beherrscht bei weitem nicht jeder.

Die Zahl der Manolo Blahniks, Louboutins oder Jimmy Choos, die den High-Heels-Killern zum Opfer gefallen sind, dürfte in die Hunderttausende steigen. Denn nur zu leicht bleibt frau mit den Stöckeln zwischen den Gittern stecken. Und schwups ist der Absatz ab. Ein Mode-Epizentrum wie New York kann sich das natürlich nicht gefallen lassen und sagt nun den High-Heels-Fallen den Kampf an.

Die MTA, ein staatliches Verkehrsunternehmen des US-Bundesstaats New York, hat einen ersten U-Bahn-Schacht in Manhattan mit Absatz-freundlichen Lüftungsgittern ausgestattet. Nun ist der Bürgersteig der 55. Straße High-Heels-sicher, zumindest im Abschnitt zwischen der Park und Madison Avenue. Die Abstände zwischen den Lamellen des neuen Modells sind nur noch einen halben Zoll oder 1,2 Zentimeter groß. Außerdem sind die Design-Gitter mit einem rutschhemmenden Material überzogen, schwärmt die MTA auf ihrer Website.

Erstes Opfer der neuen Gitter

Die New Yorker Frauen scheinen von der Innovation angetan. "Ich finde es gut, dass die Bedürfnisse von Frauen berücksichtigt werden", sagte eine Passantin der US-Zeitung "NY Daily News". "Es ist eine fabelhafte Idee", meinte eine andere. Doch es gibt auch Kritik. Denn für manche Absätze sind die Abstände zwischen den Gittern immer noch zu groß. Ein erstes Fashion Victim blieb direkt nach der Inbetriebnahme des Lüftungsschachts am Dienstag stecken. "Das ist mir noch nie passiert", sagte die Lackschuhträgerin der "NY Daily News".

Die neuen Lüftungsgitter sind Teil eines großen Modernisierungsprojekts der MTA. Demnächst sollen auch die U-Bahn-Schächte in der 63. und 96. Straße sowie an der Park Avenue mit den neuen Gittern bedeckt werden. 


ivi
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