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Unwetter: Land unter in Washington

Tropische Regenfälle haben die US-Hauptstadt Washington unter Wasser gesetzt. Gewitter setzten die Stromversorgung außer Gefecht, ließen Kellergeschosse voll laufen und legten Verkehrsrouten lahm.

Geschlossene Regierungsgebäude, überflutete Highways, Mega-Staus und Stromausfälle für Tausende von Einwohnern: Die US-Hauptstadt Washington versinkt nach den seit Tagen anhaltenden schweren Unwettern und tropischen Regenfällen im Wasser. Das Nationalarchiv, die Steuerbehörde, das Naturkundemuseum und das Museum für Amerikanische Geschichte blieben geschlossen. Wegen der schweren Unwetter fielen in Tausenden von Haushalten die Stromversorgung, Telefone und Satellitenanlagen für den Fernsehempfang aus.

In der South Capitol Street in Washington versanken Autos bis zu den Dächern in den Fluten. Die Feuerwehr ist seit Tagen im Einsatz, weil im ganzen Stadtgebiet Kellergeschosse voll gelaufen sind. Das Repräsentantenhaus musste eine geplante Abstimmung verschieben, weil die Abgeordneten nicht nach Washington fliegen konnten. Vor dem Weißen Haus fiel eine fast 130 Jahre alte Ulme um.

Kilometerlange Staus

Nach Angaben der Energieversorger waren in Washington 3600 Haushalte ohne Strom. In den benachbarten Bundesstaaten Virginia und Maryland brach in 12.000 Haushalten die Energieversorgung zusammen.

Auf den Highways nach und in Washington stauten sich Autos kilometerlang. Wichtige Verkehrsrouten für Pendler sowie Tunnel mussten geschlossen werden. Zwölf Straßen im Zentrum von Washington versanken vollständig in den Fluten. Wegen der schweren Regenfälle musste auch die Metro drei stark genutzte Stationen in der Innenstadt schließen.

Sperrungen wegen Schlammmassen

Auch in den benachbarten Bezirken Montgomery und Prince William hieß es nur noch Land unter. Es würde eine halbe Stunde dauern, die Liste aller gesperrten Straßen vorzulesen, zitierte die "Washington Post" einen Polizisten. Schlammmassen führten zur Sperrung der Ringautobahn Beltway.

Die Telefongesellschaft Verizon erhielt nach eigenen Angaben doppelt so viele Notrufe wie sonst. Zusätzliche Mitarbeiter seien mobilisiert worden, um die Schäden am Telefonnetz so schnell wie möglich zu beheben.

DPA / DPA