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Wisconsin: Betrunken beim Schulausflug - Lehrerin bekommt von der Stadt 75.000 Dollar

Mit 2,7 Promille im Blut erschien Maria Caya zu einem Schulausflug ihrer Grundschule. Doch anstatt eine Strafe davon zu tragen, bekommt die Lehrerin eine Entschädigung von der Stadt. 

Im US-Bundesstaat Wisconsin erschien eine Lehrerin im stark alkoholisierten Zustand zum Schulausflug

Im US-Bundesstaat Wisconsin erschien eine Lehrerin im stark alkoholisierten Zustand zum Schulausflug 

Janesville ist eine kleine Gemeinde im US-Bundesstaat Wisconsin. 65.000 Menschen bevölkern das Städtchen. Da spricht es sich schnell herum, wenn eine Lehrerin im volltrunkenen Zustand zu einem Schulausflug erscheint. So geschehen im Fall von Maria Caya.

Im Juni 2013 unternahmen die Viert- und Fünftklässler der Washington Elementary School einen Ausflug zur lokalen Bowling-Bahn. Die Grundschullehrerin erschien jedoch sichtbar betrunken zu der Veranstaltung, berichten diverse US-amerikanische Medien übereinstimmend. 

Im Verlaufe des Tages verschlimmerte sich ihr Zustand, und sie brach ohnmächtig auf der Toilette zusammen, wo Kollegen sie schließlich entdeckten und ins Krankenhaus brachten. 

18.000 Dollar für Kündigung

Dort stellten die Ärzte fest, dass Caya 2,7 Promille im Blut hatte. Wie sie später selbst erzählte, hatte sie an dem Tag bereits seit dem frühen Morgen Alkohol konsumiert, schreibt etwa die "Washington Post".

Gefeuert wurde die Lehrerin wegen des Vorfalls jedoch nicht. Die Schulbehörde legte ihr eine Kündigung nahe und zahlte ihr 18.000 Dollar dafür aus, dass sie die Schule verließ. Caya nahm das Angebot an und kündigte einen Monat später. 

5,5-Millionen-Klage gegen die Stadt

Doch damit war die Angelegenheit noch nicht beendet. Ein Jahr nach dem fraglichen  reichte sie gegen die Stadt eine Klage ein, in der sie 5,5 Millionen Dollar verlangte. Ihr Vorwurf: Die Polizei hätte nicht die Daten zu ihrem Blutalkoholspiegel veröffentlichen dürfen, da es sich um private medizinische Angaben handeln würde. Diese wurden jedoch in einem Polizeibericht erwähnt und von der lokalen Presse aufgegriffen.

Die Geschichte verbreitete sich schnell, und bald berichteten auch internationale Medienhäuser über die betrunkene Lehrerin. Dadurch hätte sie emotionalen Stress erlitten und sei öffentlich vorgeführt werden, begründete Caya ihre Klage. 

Nun hat der Stadtrat von Janesville entschieden, der ehemaligen Lehrerin 75.000 Dollar auszuzahlen, damit sie die Klage zurückzieht und der Fall nicht vor Gericht kommt. 

Entscheidung löst Empörung aus

Die Entscheidung löste in der Gemeinde Empörung aus. Viele sind der Meinung, dass die Stadt sich auf einen Prozess hätte einlassen müssen. "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass die Geschworenenjury das richtige Urteil gefällt hätte", sagte etwa der Vizepräsident des Stadtrats Jens Jorgensen der " ". 

Auch die Eltern äußerten über die Entscheidung ihr Unverständnis. "Sie brachte unsere Kinder in Gefahr, und nun sollen Steuergelder dafür verwendet werden, um sie dafür zu bezahlen", sagte eine aufgebrachte Mutter gegenüber "Fox6Now".

Immerhin: Laut einer städtischen Mitteilung wird die Versicherung der Stadt für die anfallende Summe von 75.000 Dollar aufkommen.

ivi