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US-Bundesstaat Wisconsin US-Friseur bietet neben Haarschnitt auch Covid-Impfung an


Ein Friseursalon aus Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin bietet seinen Kunden eine besondere Dienstleistung: Zusätzlich zum neuen Haarschnitt kann man sich hier auf Wunsch auch gegen Covid-19 impfen lassen.

"Gee's Clippers", ein Friseursalon aus Milwaukee, Wisconsin, bietet an den kommenden drei Samstagen zusätzlich zum neuen Haarschnitt an, sich im Wellnessbereich im hinteren Teil des Ladens, gegen Covid-19 impfen zu lassen. Gaulien "Gee" Smith, der Inhaber des Salons, hat sich dafür mit der lokal ansässigen Apotheke Hayat Pharmacy zusammengetan. Den ersten Durchlauf gab es bereits am vergangenen Wochenende. 

Mehr Vertrauen zum Friseur als zu Ärzten 

Smith hatte geplant, die Impfungen verfügbar waren, geplant, diese auch in seinem Friseursalon anzubieten, wie er lokalen Medien verriet. "Viele Kunden haben ein besseres Verhältnis zu ihrem Friseur als zu ihrem Arzt. Gibt es also einen besseren Ort, eine Impfung zu bekommen?", sagte Smith dem Fernsehsender, "WDJT-TV".

Pharmazeut Dimmy Sokhal, der für Hayat Pharmacy arbeitet, sagte, dass der Friseursalon ein idealer Standort für eine Impfstation sei. "Die Menschen sind vertraut mit diesem Ort. Sie haben ein schönes Wellnesszimmer im hinteren Bereich. Also dachten wir, es wäre großartig, dort eine Impfstation einzurichten."

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Um sich an den kommenden Samstagen bei "Gee's Clippers" impfen lassen zu können, sollten Kunden sich unter einer eigenes eingerichteten Website zuvor registrieren. Aber auch Laufkundschaft, die keinen Computer zu Hause habe oder Kunden, die sich nach dem Haarschnitt spontan impfen lassen wollten, seien willkommen. Angeboten würden die beiden Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna. 

Herdenimmunität bis zum Sommer möglich 

Laut den Behörden könnte die Stadt Milwaukee bis zum Sommer rund 90 Prozent Herdenimmunität erreicht haben. Ein Problem stellten die Black Communities der Stadt dar. Zu Beginn der Pandemie kristallisierten sich die Nord- und Südseite von Milwaukee als Epizentren heraus – People of Color seien laut "Milwaukee Journals Sentinel" dabei überproportional betroffen gewesen. Diese Gemeinden hätten auch einen schlechteren Zugang zu Impfstoffen. Auch um diese Ungleichheit in seiner Gemeinde zu beseitigen, arbeite Smith mit den örtlichen Gesundheitsdienstleistern zusammen.

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Gleichzeitig mache sich in den Black Communities eine gewisse Skepsis breit. "Es gibt so viele Afroamerikaner, die – aus unterschiedlichen Gründen – den Impfstoff verweigern", erklärt "Gee" Smith" gegenüber dem "Milwaukee Journal Sentinel". Viele seiner Kunden tauschten im Friseurstuhl wilde Verschwörungstheorien aus. Grund dafür sei auch, dass Schwarze früher oft als Versuchskaninchen für Medikamente missbraucht worden seien. 

"Das ist auch heute noch in den Köpfen der Leute, obwohl viele in dieser Zeit noch gar nicht geboren waren, sondern nur das Gerede kennen. Daher vermutet der Inhaber von "Gee's Clippers" auch, dass viele Afroamerikaner ein besseres Verhältnis zu ihrem Friseur hätten. "Ich verstehe es vollkommen", erklärt er, "aber am Ende des Tages sind wir mit einer Pandemie konfrontiert, die uns das letzte Jahr lahmgelegt hat. Wir wollen da rauskommen", so der Friseur. 

Quellen:  Milwaukee Journal Sentinel, Instagram 

yak

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