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Fahrwerksprobleme: Video zeigt Notlandung des Virgin-Jumbos in London

Schreckminuten für 462 Passagiere an Bord: Wegen Fahrwerksproblemen muss eine Boeing 747 umdrehen und nach London Gatwick zurückkehren. Ein Video zeigt die Notlandung des Virgin-Atlantic-Jumbojets.

Die Boeing 747 der Virgin Atlantic setzt mit nur vier von fünf Fahrgestellen auf der Landbahn in London Gatwick auf und landet sicher.

Die Boeing 747 der Virgin Atlantic setzt mit nur vier von fünf Fahrgestellen auf der Landbahn in London Gatwick auf und landet sicher.

Ein Passagierflugzeug der britischen Fluggesellschaft Virgin Atlantic hat wegen Problemen mit dem Fahrgestell einen Flug nach Las Vegas abgebrochen und ist sicher nach London zurückgekehrt. Die Boeing 747 war am Londoner Flughafen Gatwick gestartet. Vor der westenglischen Küste hatten die Piloten umgedreht und waren zurück nach London geflogen. Die Airline bestätigte, dass die Boeing mit der Flugnummer VS 43 Fahrwerksprobleme hatte und sicher gelandet war.

Die Crew hatte eine nicht standardmäßige Landung angekündigt und war mehrmals zwischen dem Flughafen und der englischen Südküste gekreist - vermutlich, damit Techniker am Boden das Fahrwerk begutachten konnten. Augenzeugen berichteten, der Pilot habe versucht, das Fahrgestell aus dem Rumpf zu schütteln. Bilder zeigten, dass die Räder unter dem rechten Flügel sich nicht ausfahren ließen.

Angst an Bord - Passagiere weinten

Bei der Landung waren nur vier der fünf Fahrwerke ausgefahren, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Passagiere berichteten später, viele Menschen an Bord hätten Angst gehabt. "Viele haben sich Sorgen gemacht, einige haben geweint", erzählte der Passagier Dan Crane. Nach Angaben eines Flughafensprechers konnten die Passagiere das Flugzeug über Treppen verlassen. Es seien nur einige "leichte Verletzungen" gemeldet worden.

Die Notlandung im Video:

In Gatwick kam es in Folge der Notlandung zu Verspätungen. Im Jahr 1997 hatte schon einmal ein Pilot eine Airbus-Maschine von Virgin Atlantic mit nur drei von vier Fahrgestellen sicher in London gelandet, damals an Europas größtem Flughafen Heathrow.

joe/DPA/AFP / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?