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Alte Technik Stilvoller Abschied: New Yorker Künstler gestalten Telefonzellen vor ihrem Abriss um

New Yorker Künstler verschönern Telefonzellen
Eine Telefonzelle, die vom Künstler Yvonne Rainer umgestaltet wurde, am Rand einer Straße in Manhattan
© Christina Horsten / DPA
Die Zeit der Telefonzellen ist vorbei – auch in New York. In der US-Metropole sollen sie zu Beginn des kommenden Jahres durch moderne Technik ersetzt werden. Das nutzten einige Künstler, um noch einmal Hand anzulegen.

Kennen Sie sie noch, die gelbe Telefonzellen, die auch in Deutschland mal vielen Straßenecken standen? 167.000 gab es davon noch im Jahr 1997. Heute ist ihre Zahl auf 20.000 geschrumpft. In der US-Metropole New York will man sich auch von den Urgesteinen trennen, zu Beginn des Jahres sollen sie abgebaut und durch Internet-Säulen ersetzt werden, die kostenloses WLAN bereitstellen. Das hat die New Yorker Stadtverwaltung beschlossen. 

Ein künstlerisches Ende

Ganz ohne Abschied will man die öffentlichen Telefone aus den Straßen New Yorks aber nicht gehen lassen. Zahlreiche Künstler, darunter Patti Smith, Yvonne Rainer, Jimmie Durham und Hans Haacke, haben einige davon aufwendig umgestaltet. Viele nutzten die Außenseiten der Zellen auf der Sixth Avenue in Manhattan für Plakat-Kunst. Die Werke sollen nach Angaben der Galerie Kurimanzutto, die die Open-Air-Ausstellung veranstaltet, noch bis zum 3. Januar 2021 zu sehen sein. 

Sehen Sie im Video: In Washington D.C. hat die Künstlerin Suzanne Brennan Firstenberg ein Mahnmal geschaffen. Jede der ursprünglich 175.000 kleinen, weißen Fahnen steht für einen toten Menschen.

sve DPA

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