Die Vorbereitungen für die Walrettung laufen. Ernst wird es aber erst am Freitag. Die Helfer stellen sich auf einen längeren Einsatz ein. Alle Entwicklungen im stern-Newsblog.
Wichtige Updates
Rune Weichert
Der Buckelwal reagiert nach Angaben der Organisatoren des Rettungsversuchs auf Ansprache. Das hätten ein Walexperte und zwei Tiermedizinerinnen festgestellt, die vorsichtig Kontakt zum Wal aufgenommen hätten, teilt eine Sprecherin laut Nachrichtenagentur DPA mit. Sie hätten sich ein äußeres Bild vom Gesundheitszustand des Tieres gemacht. Das Blasrohr sei intakt, an ihm seien keine Entzündungszeichen erkennbar. Aufregung zeige der Meeressäuger nicht.
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Kai Müller
Der 17. Tag des Wals in Poel neigt sich dem Ende zu. Zugedeckt mit Planen, um seine empfindliche Haut zu schützen, liegt er am Ufer und harrt der Dinge.
Morgen also soll die eigentliche Rettung losgehen. Das Tier soll sachte mit Luftkissen auf eine Plane gehoben werden, die an insgesamt vier Pontons befestigt ist – so der neueste Stand. Dann soll es mit ihm Richtung offenes Meer weitergehen.
Morgen früh werden wir vielleicht wissen oder es auch schon sehen können, ob der Rettungsplan aufgeht. Bis dahin drücken alle die Daumen, dass das Tier gut die Nacht übersteht.
Morgen also soll die eigentliche Rettung losgehen. Das Tier soll sachte mit Luftkissen auf eine Plane gehoben werden, die an insgesamt vier Pontons befestigt ist – so der neueste Stand. Dann soll es mit ihm Richtung offenes Meer weitergehen.
Morgen früh werden wir vielleicht wissen oder es auch schon sehen können, ob der Rettungsplan aufgeht. Bis dahin drücken alle die Daumen, dass das Tier gut die Nacht übersteht.
Der Buckelwal am Mittwochabend vor Poel. Kai Müller / stern
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Phil Göbel
Rettungsaktion startet erst am Freitag
Heute wird ruhig bleiben auf Poel. Wie Mitinitiator Walter Gunz der „Bild“ erklärt, werde die Rettungsaktion erst am Freitag beginnen. Man habe am Vormittag Zeit verloren, wie Gunz weiter sagt, ohne genaue Gründe zu nennen. Deshalb sei es am Donnerstag bei Vorbereitungsmaßnahmen geblieben.
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Phil Göbel
Der Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Kim Detloff, ist von der Rettungsaktion überrascht. „Dieser massive öffentliche Druck hat dazu geführt, eine Entscheidung zu treffen, die man vor einer Woche hätte treffen müssen“, sagte Detloff der Nachrichtenagentur DPA. Dass die Rettung gelingt, glaubt der Experte nicht.
„Es ist furchtbar. Wir dachten, der Wal stirbt in drei bis sechs Tagen, und jetzt liegt er dort seit 16 Tagen“.
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Kai Müller
Leichter Wind und Nieselregen verlangsamen die Arbeiten im Moment. Schwebende, tonnenschwere Pontons sind bei Wind von den Kranführern sehr viel schwerer unter Kontrolle zu bringen.
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Kai Müller
Bis längstens zum Sonnenuntergang werde hier heute noch gearbeitet, sagt ein Verantwortlicher der Transportfirmen. Spätestens 20.15 Uhr ist demnach Schluss. Morgen früh soll es dann weitergehen.
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Kai Müller
Die Vorbereitungen sind wahrlich Schwerstarbeit. Hier bauen Helfer die Pontons zusammen.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Inzwischen sagt auch ein Mitarbeiter der Ponton-Firma, man gehe davon aus, dass die Rettungsaktion das ganze Wochenende dauern werde.
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Lena Keppler
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Kai Müller
Die Vorbereitungen hier am Hafen laufen sehr entspannt ab. Keiner der Zusehenden läuft in den Schwenkbereich der Kräne, Polizei ist nur sehr vereinzelt zu sehen und koordiniert hauptsächlich, wo welche Autos parken sollen. Anwohner und Feriengäste genießen ihr Bier an diesem sonnigen Nachmittag.
Der Wal unterdessen wird nach wie vor von einer Person – mutmaßlich einem Tierarzt – untersucht. Das Tier erträgt dies recht regungslos und stößt immer mal wieder einen seiner typischen Tröt- und Pustelaute aus.
Der Wal unterdessen wird nach wie vor von einer Person – mutmaßlich einem Tierarzt – untersucht. Das Tier erträgt dies recht regungslos und stößt immer mal wieder einen seiner typischen Tröt- und Pustelaute aus.
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Kai Müller
Zwei der Taucher, die die Rettung umsetzen sollen, weigern sich energisch, mit Schaulustigen oder der Presse zu sprechen.
Einer von ihnen sagt, er selbst habe Angst vor Bedrohungen gegen sich, wie er es schon von anderen Mithelfenden bei vorherigen Rettungsversuchen hörte.
Einer von ihnen sagt, er selbst habe Angst vor Bedrohungen gegen sich, wie er es schon von anderen Mithelfenden bei vorherigen Rettungsversuchen hörte.
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Kai Müller
Die Helfer arbeiten sachte – frei nach dem Motto: „Langsam ist präzise und präzise ist schnell“, in Hektik verfällt hier niemand. Vermutlich auch gut bei den schweren Bauteilen.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Es ist bemerkenswert, wie stolz die Transporterfahrer und deren Helfer beim Abladen und Aufbauen wirken. Sie scheinen froh zu sein, etwas für den Wal tun zu können und erklären Eltern, Kindern und Passanten ausführlich, wofür welches Bauteil genau gedacht ist.
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Kai Müller
Fünf bis sechs Meter lange Rohre werden in Walnähe senkrecht in den Meeresgrund getrieben und dienen als Stützen der Pontons.
Kai Müller / stern
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Kai Müller
Die Pontons werden nun Stück für Stück von zwei Kränen vorbereitet und sollen dann vom Hafen aus ins Wasser gehoben werden.
Kai Müller / stern
Kai Müller / stern
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DPA