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Weißrussland: Tote und Verletzte bei Explosion in U-Bahn von Minsk

Blutbad in der U-Bahn von Minsk. Bei einer schweren Explosion hat es Augenzeugen zufolge mehrere Tote und Verletzte gegeben haben. Die Hintergründe sind völlig unklar, der Geheimdienst KGB ist vor Ort.

In einer U-Bahnstation in der weißrussischen Hauptstadt Minsk hat es eine heftige Explosion gegeben. Medienberichten zufolge sind dabei mehrere Menschen gestorben, viele weitere wurden verletzt. Mehr als 30 Opfer sind mit Verbrennungen und offenen Wunden auf Tragen von der Haltestelle Oktjabrskaja weggebracht worden. Das meldete die unabhängige Agentur Belapan am Montag. Mindestens fünf Menschen seien getötet worden, hieß es bei der Agentur Interfax. Die Hintergründe waren zunächst unklar.

Die Explosion ereignete sich mitten im Berufsverkehr. Mehrere Krankenwagen und Löschfahrzeuge rasten zum Unglücksort im Stadtzentrum. Dort trafen auch Mitarbeiter des weißrussischen Geheimdienstes KGB ein. Schwarzer Rauch stieg aus dem U-Bahn-Schacht nahe der Residenz von Präsident Alexander Lukaschenko auf. Nach Angaben von Augenzeugen liefen zahlreiche Menschen blutüberströmt und mit zerfetzten Kleidern aus der Station.

Die Explosion ereignete sich einem Augenzeugen zufolge kurz nachdem ein Zug eingefahren war. "Die Türen des Zuges haben sich gerade geöffnet, als es zu der Explosion kam", sagte der Mann. "Ich sah Menschen regungslos auf dem Boden liegen und eine Menge Blut".

Zwei weitere Haltestellen wurden gesperrt. Präsident Alexander Lukaschenko regiert die ehemalige Sowjetrepublik seit 1994 mit eiserner Faust. Mehrmals hat er Demokratiebewegungen und Proteste der Opposition niederschlagen lassen. Dennoch galt Weißrussland bisher nicht als Ziel von Terroristen.

kng/AFP/DPA / DPA
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