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Jetzt wird es irre!: So sieht es aus, wenn die US-Waffenlobby eine Fashion-Show veranstaltet

Kerle mit Knarre und Hausfrauen mit Holster: Die US-Waffenlobby NRA hat erstmals eine Art Fashion-Show für Tragevariationen von Schusswaffen organisiert. Denn geht es nach der NRA, gibt es noch viel zu wenig Waffen in den USA.

NRA-Waffen-Show

Die Models zeigen nicht nur klassische Holster, sondern auch verdeckte  Tragemöglichkeiten, so die US-Waffenlobby NRA in einer Mitteilung.

Immerhin: Abgemagerte Hungermodels findet man bei der Fashion Show der National Rifle Association (NRA), also der US-Waffenlobby, nicht. Statt dessen flanierte bärtige und bärige Typen, ältere Ladies und jugendliche Cowboys über den Laufsteg. Allerdings nicht um die neusten Klamottenkreationen, sondern um Waffenholster und Knarren-Täschchen vorzustellen.

Anders als die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung hat die NRA zu einer mehrtägigen Convention nach Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin geladen - mit Fashion Show und Workshops zu wichtigen Alltagsthemen. Beispielsweise wie man stark blutende Schussverletzungen versorgt.

Waffenlobby in der Kritik

Dass so eine Veranstaltung Kritiker der Waffenlobby auf den Plan rufen würde, war klar. Sie lehnen die Idee der NRA, dass die Welt sicherer werde würde, wenn es mehr Waffen gibt, strikt ab. Die NRA selbst gilt als streng konservativ - und hatte sich zuletzt auch mit der "New York Times" angelegt, berichtet die "Daily Mail". Die NRA war in die Kritik geraten, nachdem sie einige Videos mit - wie Kritiker sagen - gewaltverherrlichenden Bilder - veröffentlicht hatten. Außerdem war in den Videos zu sehen, wie Polizisten angegriffen und Schaufenster demoliert werden. Ein anderes Video zeigte, wie die US-Flagge verbrannt wird.

Auch zu der aktuellen Veranstaltung waren nur ausgesuchte Medienvertreter zugelassen. "Gewisse Nachrichten" sollten besser nicht rein gelassen werden, hieß es in einem Beitrag auf dem NRA-Blog dazu.

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kg
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?