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Chinesisches Neujahr Drei Jahre nach Corona-Ausbruch: Wuhan feiert die Rückkehr zur Normalität

In Wuhan beten zwei Frauen, während sie OP-Masken gegen das Coronavirus tragen
Diese Frauen beten zum chinesischen Neujahrsfest in Wuhan – womöglich auch, weil die große Corona-Gefahr gebannt zu sein scheint
© AFP
Drei Jahre nachdem Wuhan als Ausgangsort der Corona-Pandemie Schlagzeilen gemacht hat, feiert die Bevölkerung nicht nur das chinesische Neujahr. Die Erleichterung über ein Ende der strengen Covid-Maßnahmen ist groß.

Als erster Corona-Hotspot weltweit wurde die chinesische Stadt Wuhan zu Beginn der Pandemie von der Außenwelt abgeriegelt – drei Jahre später haben die Einwohner der Millionenmetropole die Angst vor dem Virus hinter sich gelassen. Viele Einwohner zeigten sich am Montag erleichtert, dass am dritten Jahrestag des Lockdowns wieder Normalität in ihrer Stadt herrscht. "Das neue Jahr wird natürlich besser werden", sagte die Reinigungskraft Yan Dongju der Nachrichtenagentur AFP. "Wir haben keine Angst mehr vor dem Virus."

Nach der Lockerung der strengen Corona-Maßnahmen in China ist inzwischen wieder der Alltag in Wuhan eingekehrt. Während der Ferien zum chinesischen Neujahr bevölkerten die Menschen die Märkte in der Stadt, besuchten Essensstände und Restaurants oder zogen zum Guiyuan-Tempel, der erstmals seit drei Jahren wieder während der Neujahrs-Ferien geöffnet war.

Erste Corona-Fälle in Wuhan

Auch der Lieferfahrer Liang Feicheng äußerte sich zufrieden über die Abschaffung der Corona-Restriktionen. "Die Menschen gehen ihrem Leben nach, treffen sich mit ihrer Familie und ihren Freunden, gehen zum Spielen raus, reisen und sind glücklich."

In Wuhan waren Ende 2019 die ersten Corona-Fälle nachgewiesen worden. Die Millionenstadt in der Provinz Hubei wurde daraufhin 76 Tage lang komplett von der Außenwelt abgeriegelt. Die Anwohner verschanzten sich aus Angst vor einer Ansteckung in ihren Wohnungen.

Ehemalige Covid-Klinik steht leer

In nur zehn Tagen wurde damals ein Krankenhaus aus dem Boden gestampft. Inzwischen steht das Gebäude leer, ein Banner preist dort die Erfolge der Regierung im Kampf gegen das Coronavirus. Über einem Geschäft, vor dem AFP vor drei Jahren die Leiche eines Mannes fotografiert hatte, ist heute eine neue Schule namens "Haus der Hoffnung" untergebracht.

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Der Tiermarkt in Wuhan, der als möglicher Ausgangspunkt der Corona-Pandemie gilt, ist hingegen bis heute nicht wieder geöffnet. 

Die chinesische Regierung verfolgte in der Pandemie bis zuletzt eine Null-Covid-Politik und ordnete für Millionen Chinesen wochenlange Lockdowns und Massentests an. Anfang Dezember vollzog Peking dann einen abrupten Strategiewechsel und lockerte die Restriktionen deutlich. Derzeit erlebt das Land den weltweit höchsten Anstieg an Corona-Infektionen, die Krankenhäuser sind vielerorts überfüllt. 

tkr AFP

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