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Yellowstone-Nationalpark Parkmitarbeiter findet menschlichen Fuß in heißer Quelle schwimmend

Hier schwamm ein menschlicher Fuß: die heiße Quelle Abyss Pool im südlichen Teil des Yellowstone-Nationalparks
Hier schwamm ein menschlicher Fuß: die heiße Quelle Abyss Pool im südlichen Teil des Yellowstone-Nationalparks
© National Park Service / Diane Renkin / AP / DPA
Schaurige Entdeckung im Yellowstone-Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming: Ein Aufseher hat in dem bis zu 60 Grad heißen Abyss Pool den Fuß eines Menschen gefunden, inklusive Schuh.

Im Süden des Yellowstone-Nationalparks im US-Bundesstaat Wyoming ist ein menschlicher Fuß gefunden worden. Ein Mitarbeiter habe ihn am Dienstag im Abyss Pool, einer der heißen Quellen des Naturschutzgebietes, entdeckt, teilte Parksprecherin Morgan Warthin am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der Fuß habe noch in einem Schuh gesteckt.

Der Abyss Pool befindet sich westlich des West-Thumb-Geysir-Beckens, dem größten Geysir-Becken am Ufer des Yellowstone Lake. Der schaurige Fund habe zur vorübergehenden Schließung des Beckens und des dazugehörigen Parkplatzes geführt, berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Mittlerweile sei das Gebiet aber wieder frei zugänglich. Wegen des Fundes sei allerdings eine Untersuchung eingeleitet worden. Bislang gebe es aber keine weiteren Informationen über den Fuß.

Nach Angaben der Nationalparkverwaltung der USA gehört der Abyss Pool mit einer Tiefe von 16 Metern zu den tiefsten heißen Quellen des Yellowstone-Parks. Seine Temperatur liege bei etwa 60 Grad Celsius, erklärten Park-Mitarbeiter gegenüber AP.

Yellowstone-Park warnt vor Gefahr durch heiße Quellen

In heißen Quellen kühlt das überhitzte Wasser ab, wenn es die Oberfläche erreicht, sinkt nach unten und wird durch heißeres Wasser von unten ersetzt. Durch die Zirkulation werde verhindert, dass das Wasser die für die Entstehung eines Geysirs erforderliche Temperatur erreicht, heißt es auf der Internetseite des Parks.

Heiße Quellen gehören zu den berühmtesten Attraktionen des Yellowstone-Parks, sie können aber auch gefährlich, ja sogar tödlich sein. "Heiße Quellen haben im Yellowstone mehr Menschen verletzt oder getötet als jede andere natürliche Besonderheit", heißt es in einem Warnhinweis der Parkverwaltung. Im Juni 2016 wurde ein 23 Jahre alter Mann aus Oregon getötet und sein Körper quasi aufgelöst, nachdem er ein gesperrtes Gebiet betreten hatte und in eine kochende, säurehaltige Quelle gefallen war.

Der Mann hatte zusammen mit seiner Schwester eine heiße Quelle zum Baden gesucht, sich nach unten gebeugt, um die Wassertemperatur zu überprüfen, und war dabei ausgerutscht und hineingefallen. Helfer fanden später seine Leiche im Pool, konnten sie aber wegen eines Gewitters in der Gegend nicht bergen. Als sie am nächsten Tag zurückkamen, konnten sie in dem aufgewühlten, sauren Wasser der Quelle keine menschlichen Überreste mehr finden.

Quelle: Associated Press,National Park Service, CNN

mad

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