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Zugunglück in der Schweiz: Lokführer soll Rotlicht übersehen haben

Der Eisenbahner-Alptraum ist wahr geworden: Zwei Züge rasen auf dem selben Gleis aufeinander zu und prallen zusammen. Ein Lokführer kommt um, die Schuld soll der Überlebende haben.

Der Frontalzusammenstoß zweier Züge in der Schweiz mit einem Toten und 25 Verletzten geht vermutlich auf das Konto eines Lokführers, der ein rotes Signals ignorierte. Dies sei die wichtigste These der Ermittler, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag in Lausanne mit.

Der 54-jährige Lokführer, der das Haltesignal übersehen haben soll, konnte sich kurz vor der Kollision nach einer Vollbremsung seines Zuges mit einem Sprung ins Freie retten. Sein 24-jähriger Kollege im Triebwagen des entgegenkommenden Zuges wurde jedoch getötet, wie der Polizeisprecher des Kantons Waadt, Christophe Sauterel, erklärte.

Der 54-Jährige wurde bereits kurz nach dem Unfall am Montagabend vernommen. Die Staatsanwaltschaft prüft die Eröffnung eines Strafverfahrens. Der Zug dieses Lokführers hatte auf der Fahrt von Payerne nach Lausanne planmäßig im Bahnhof von Granges-près-Marnand gehalten. Er hätte dort jedoch die Durchfahrt des anderen Zug abwarten müssen, der ohne geplanten Halt von Lausanne nach Payerne unterwegs war.

Etwa 40 Reisende in beiden Zügen

Der Aufprall war trotz Abbremsung noch so heftig, dass der Triebwagen des 24-jährigen Lokführers zusammengedrückt und um acht Meter verkürzt wurde. Die Polizei konnte nicht ausschließen, dass sich in dem Wrack noch ein Passagier befindet. Der Wagen wurde in das SBB-Werk in Yverdon gebracht, um dort zerlegt zu werden.

Zum Zeitpunkt des Zusammenpralls rund 200 Meter vor dem Bahnhof befanden sich nach Angaben der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) etwa 40 Reisende in beiden Zügen. Die Polizei erklärte, 25 von ihnen seien mit zumeist leichteren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt worden. Frühere Polizeiangaben über 35 Verletzte wurden nach unten korrigiert. Am Dienstag lagen noch drei Unfallopfer im Krankenhaus, unter ihnen ein Kind. Sie seien aber nicht in Lebensgefahr.

Zahlreiche Helfer im Einsatz

SBB-Chef Andreas Meyer erklärte bei einer Pressekonferenz in Lausanne, die Sicherheitssysteme der Bahn - einschließlich der Signalgebung - hätten funktioniert. Unabhängig vom jetzigen Unfall sei auch für die betroffene Regionalstrecke bereits die Einrichtung des Sicherungssystems Signum geplant, das einen Zug automatisch bremst, wenn dieser ein Signal überfährt. Nach dem Unglück waren in der Nacht fast 30 Krankenwagen, 34 Ärzte und Rettungssanitäter sowie zahlreiche Polizisten und Feuerwehrleute im Einsatz. Dutzende von Helfern waren bis in die frühen Morgenstunden mit Bergungsarbeiten beschäftigt.

Der Unfall in Granges-près-Marnand ist einer der schwersten der vergangenen zehn Jahre in der Schweiz. Mitte vergangener Woche waren bei einem Zugunglück in Spanien mindestens 79 Menschen ums Leben gekommen.

awö/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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