Weltwunder-Wahl Neuschwanstein gibt die Hoffnung auf


Eiffelturm, Freiheitsstatue oder doch lieber Schloss Neuschwanstein? Bis zum 7. Juli läuft die Abstimmung für die "Neuen Sieben Weltwunder". Beim Märchenschloss in Bayern hat man die Hoffnung schon aufgegeben. "Das ist vorbei", sagte der Kastellan des Schlosses, Manfred Kempf zu stern.de.
Von Malte Arnsperger

Das Schloss Neuschwanstein hat die Hoffnung auf eine Aufnahme in die Liste der Sieben Weltwunder aufgegeben. "Ich glaube nicht, dass das Schloss ein Weltwunder wird. Das ist vorbei", sagte der Kastellan des Schlosses, Manfred Kempf zu stern.de. "Man hat am Anfang der Abstimmung zu wenig für Neuschwanstein gemacht. Da hätte vom bayerischen Finanzministerium mehr getan werden müssen", sagte Kempf.

Bis zum 7. Juli läuft die Abstimmung über die "Neuen Sieben Weltwunder". Bis dahin können Menschen auf der ganzen Welt per Telefonanruf, per Sms oder am besten im Internet abstimmen. Neuschwanstein gehört zu den 21 Kandidaten für die Wahl. Aber es sieht nicht besonders gut aus für den einzigen deutschen Vertreter. Bei der Bekanntgabe des letzten Zwischenstandes Anfang Juni lag Neuschwanstein am hinteren Ende.

Kastellan Kempf macht fehlenden Nationalstolz in Deutschland für die magere Unterstützung für Neuschwanstein verantwortlich. "Vielleicht ist Schloss Neuschwanstein auch einfach noch zu jung im Vergleich zu den anderen Kandidaten.", sagte Kempf. "Wenn es das Schloss nicht schafft, ist das aber auch nicht so schlimm. Zum einen bezweifle ich, das durch eine Ernennung zum Weltwunder mehr Besucher kommen würden. Zudem sind wir mit unserer Besucherkapazität schon jetzt am Ende."

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber dagegen hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. "Schloss Neuschwanstein ist ein absoluter Publikumsmagnet und ein kulturelles Aushängeschild für Bayern und ganz Deutschland in der Welt. In der heißen Schlussphase braucht unser Vorzeigeschloss aus Deutschland noch einmal einen breiten Stimmen-Schub aus der ganzen Heimat," sagte er in München. Bei einer Pressekonferenz am (morgigen) Dienstag wolle er zusammen mit dem bayerischen Finanzminister Kurt Faltlhauser für das Schloss werben und selbst seine Stimme für Neuschwanstein abgeben.


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