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Staus und Unfälle: Glatteis und Frostwetter legen NRW lahm, Flughafen Köln-Bonn wieder geöffnet

Glatte Straßen und Schnee sind im Winter eigentlich nicht ungewöhnlich. Doch weil etwas höhere Temperaturen angekündigt waren, wurden viele Autofahrer in Nordrhein-Westfalen vom frostigen Wetter unangenehm überrascht.

Wegen Frostwetter Stau bei Aachen

Wegen Frostwetters staute sich der Verkehr bei Aachen

DPA

Angekündigt war nasskalter Schneematsch, doch dann wurde es kälter und die Straßen waren plötzlich spiegelglatt. Mehr als 1000 Unfälle wegen heftiger Schneefälle hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen zwischen Mittwochabend und Donnerstagmorgen gezählt – wobei sie von einer höheren Dunkelziffer ausgeht.

Der Westdeutsche Rundfunk warnt die Autofahrer in NRW vor Glatteis und extremen Staus. Zur Hauptverkehrszeit gegen acht Uhr soll es 50 Staus mit einer Gesamtlänge von 400 Kilometern gegeben haben, so das Verkehrsstudio des Senders. Vor allem betroffen seien der Süden und Norden Kölns, auch einigen Straßenbahn-Linien habe das Wetter zu schaffen gemacht.

Laut Radio 91.2 mussten alle 35 Dortmunder Streuwagen am Mittwochabend noch einmal ausrücken, weil sich auf den feuchten Straßen in der ganzen Stadt Glatteis gebildet hatte. 84 Mal habe es laut Polizei gekracht, schwerverletzt wurde zum Glück niemand, fünf Menschen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Flughafen Köln-Bonn geschlossen

Fast 80 Unfälle registrierte die Polizei in Aachen und Umgebung – vor allem aber Blechschäden. Nach einem Zusammenstoß zweier Autos in Bergheim mussten zwei Menschen ins Krankenhaus. Auch nicht glimpflich verlief ein Unfall im ostwestfälischen Delbrück. Ein 57-jähriger Mann kam von der Fahrbahn ab und verletzte sich lebensgefährlich.

Wegen heftigen Schneefalls musste der Airport Köln/Bonn am Morgen den Flugbetrieb einstellen. Mittlerweile sind die Landepisten geräumt, der Flugverkehr wurde wieder aufgenommen. In der Folge wird es im Tagesverlauf dennoch zu Unregelmäßigkeiten im Flugplan kommen, heißt es beim Airport-Betreiber.

Wetter unverändert am Freitag

Eine Entspannung des Wetters ist erst einmal nicht in Sicht. Laut des Deutschen Wetterdienstes werden die eisigen Temperaturen noch andauern, zudem sollen vom Rheinland bis zum Ruhrgebiet und zum Rothaargebirge ein paar Zentimeter Schnee fallen. In der Nacht zum Freitag zieht dann das nächste Tief "Pirmin" heran und bringt Schnee und Regen mit Glättegefahr.

Quellen: WDR, Radio 91,2, "Westfälischer Anzeiger"

nik / AFP / DPA