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Sommer im Zoo: Sonnenbären schlecken Eis und Eisbären tragen "T-Shirts"

Eisbären vertragen Hitze besser als gedacht - dank eines Tricks. Und auch Flusspferde greifen bei diesen Temperaturen zu einer Spezialmethode: Wie Tiere mit der Hitze zurechtkommen.

Cremen sich Elefanten gegen die Sonne ein? Können Flusspferde einen Sonnenbrand bekommen? Und essen Tiere eigentlich Eis? Im Zoo zeigt sich: Bei 40 Grad sind Mensch und Tier gar nicht so verschieden.

Nicht nur Elefanten wälzen sich in Lehm, um sich vor der Sonne zu schützen, auch Alpakas wählen diese direkte Form des Sonnenschutzes. Letztere haben Glück, dass die aufmerksamen Tierpfleger im Zoologischen Garten vor kurzem die Schere angesetzt haben: "Die haben wir kürzlich geschoren", sagt Tobias Rahde, der Kurator des Zoologischen Gartens in Berlin. Glück für die Kamele, denn unter ihrem Pelz wäre es ihnen wohl ziemlich warm geworden. "Das  kann man sich vorstellen als wenn wir Menschen in einem dicken Rentierpulli rumlaufen." 

Eher unkonventionell schützen sich übrigens Störche: Sie beschmieren ihre Beine mit flüssigem Kot, um sie vor der Sonne zu schützen, wie der Naturschutzbund Nabu zu berichten weiß. Oft sehen ihre Beine dann nicht rot aus, sondern scheinen weiß zu sein. Das biete Sonnenschutz und das im Kot enthaltene Wasser verdunste und kühle die Beine. "Das ist der gleiche Effekt als würde der Storch schwitzen", erklärt ein Nabu-Sprecher.

jho / DPA
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