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Hoch Elfie Bis zu 45 Grad: Italien steht vor Hitzewelle – auch bei uns wird es heiß

Bis zu 45 Grad: Italien steht vor Hitzewelle – auch bei uns wird es heiß
Sommer, Sonne und Freibad-Spaß – Ab Mitte der Woche bringt Hoch Elfie die Sommerwärme zurück nach Deutschland (Symbolbild)
© Imgorthand / Getty Images
Ab Mitte der Woche kommt die Sommerwärme zurück: Hoch Elfie bringt dem Süden und der Mitte Deutschlands Temperaturen bis 30 Grad. Nur im Norden muss mit wechselhaftem Wetter und Schauern gerechnet werden. 

Während die Menschen in Italien, Griechenland und der Türkei weiterhin gegen zahllose unkontrollierte Waldbrände aufgrund von extremer Hitze kämpfen und ganze Ortschaften evakuiert werden müssen, herrschen in Deutschland nahezu milde Temperaturen. Doch nun soll Hoch Elfie die Sommerhitze zurückbringen. 

Vorher treffen die hohen Temperaturen aber zunächst Südeuropa: Das italienische Gesundheitsministerium warnt vor einer weiteren Hitzewelle und gibt für einige Regionen Italiens die höchste Hitze-Stufe drei heraus. Vor allem die Adriaküste rund um Bari, Rom und sowie die Region Latium, Sizilien und Umbrien in Mittelitalien sind betroffen. Auf Sizilien und Sardinien rechnet der Katastrophenschutz mit teils bis zu 45 Grad Celsius.

An der Adria-Küste wurden bereits Hunderte Menschen wegen Bränden evakuiert. Die Behörden evakuierten Hotels, Campingplätze und Wohnhäuser im Ortsteil Campomarino Lido am Meer. Auf einem Video der Feuerwehr war zu sehen, wie dichter Qualm durch die Straßen zog und sich Flammen durch Büsche bis zu einem Café durchfraßen. Die italienische Zivilschutzbehörde entsendet außerdem Verstärkung in die stark von Waldbränden betroffene Region Kalabrien. Dort brannte es unter anderem im Nationalpark Aspromonte.

Extremwetter bereitet italienischen Behörden Sorgen

Die extreme Hitze birgt dabei Risiken für gesunde Menschen, genau wie für Risikogruppen, Ältere und Kleinkinder. Auch hinsichtlich der andauernden Waldbrände im Süden und auf den großen Inseln sind die Behörden besorgt und befürchten eine weitere Ausbreitung des Feuers. Das Wetter und die angekündigte Hitzewelle erschweren die Situation in den kommenden Tagen womöglich zusätzlich.

Doch nicht nur Italien kämpft gegen die Extremhitze. Der Nordteil der griechischen Insel Euböas ist mittlerweile durch die unzähligen Großfeuer fast vollständig vom Rest der Insel abgeschnitten, wie Satellitenbilder zeigen. Rettungskräfte, Freiwillige und Einwohner konnten die Flammen nicht kontrollieren, sondern wurden von ihnen Richtung Küste getrieben.

Boote standen bereit, um Anwohner zu evakuieren – Tausende mussten die Insel bereits verlassen. Die Rauchwolken und der Feuerschein waren noch über 100 Kilometer weit auf dem Festland zu sehen. Auch auf der Halbinsel Peloponnes und auf Kreta toben weiterhin unkontrollierte Brände.

Auch in Deutschland steigende Temperaturen

Nicht nur der Süden Europas rechnet mit steigenden Temperaturen, auch in Deutschland wird es wärmer. Hoch Elfie bringt voraussichtlich ab Donnerstag den Sommer nach Deutschland zurück. Laut des Deutschen Wetterdienstes erwarten uns bis zu 30 Grad und Sonnenschein. Ab Mittwoch bleibt es im Süden weitestgehend trocken, die Sonne kämpft sich durch. In der Nordhälfte gestaltet Tief Iolaos das Wetter hingegen noch wechselhaft.

Am Dienstag sind Schauer, einzelne Gewitter mit Starkregen um 20 Liter pro Quadratmeter, kleinkörnigem Hagel und steifen bis stürmischen Böen regional möglich. Zur Wochenmitte verstärkt sich jedoch auch hier der Hochdruckeinfluss mit der Zufuhr wärmerer Luftmassen aus Südwesten. In der Nacht zum Mittwoch zeigt sich eine allmählich nach Osten abziehende und nachlassende Gewittertätigkeit.

Es wird schwül: Temperaturen um die 30 Grad – Schauer und Gewitter

Ab Donnerstag steigen die Temperaturen weiter an, es bleibt trocken. Am Freitag sind sogar 27 bis 31 Grad im Südwesten möglich, an den Küsten um die 23 Grad. Gleichzeitig steigt allerdings auch das Risiko für Schauer und Gewitter – es wird schwül.

Richtung Wochenende bleibt es heiter und sonnig. Im Südwesten und Süden sind jedoch auch Quellwolken und örtlich Schauer sowie teils kräftige Gewitter möglich. Auch im Nordwesten zeigen sich Wolken und einzelne kurze Schauer. Tageshöchstwerte liegen zwischen 23 Grad an der Küste und 31 Grad in Süddeutschland. In der Nacht gehen die Temperaturen auf 19 bis 12 Grad zurück.

Die Sonne dominiert

Am Samstag bleibt es im Norden wolkig mit einzelnen Schauern, sonst meist heiter, teils auch sonnig. Vereinzelt sind kräftige Hitzegewitter bei Höchstwerten von 22 Grad an der Küste und 32 Grad im Südwesten möglich. Auch am Sonntag bleibt es im Norden und in der Mitte wechselhaft wolkig mit Schauern und Gewittern. Im Süden dominiert die Sonne, am Nachmittag sind vor allem in Alpennähe mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Die Tageshöchstwerte liegen bei 21 Grad an der Küste und bis zu 30 Grad im Süden. In der Nacht kühlt es auf 17 bis 13 Grad ab.

Quelle: dpa, DWD

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