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Hitze und Überschwemmungen: Warum spielt das Wetter zurzeit so verrückt?

Drückende Hitze, dann Starkregen und Gewitter: Viele Regionen Deutschlands erleben derzeit unterschiedlichste Wetterlagen an einem Tag. Ein Experte erklärt, woran das liegt.

Wolkenfront über Xanten in NRW

Wolkenfront über Xanten in NRW: In vielen Regionen gibt es Unwetter

Was ist nur mit dem Wetter los? In vielen Teilen Deutschlands ist es seit Tagen dasselbe: Sonnenschein und drückende Hitze - dann Regen und Gewitter. Oftmals erlebt man sämtliche Wetterlagen an einem Tag. Im Süden ist es noch dramatischer: Dort kam es am Mittwoch zu plötzlichen und sehr heftigen Überschwemmungen, fünf Menschen starben.

Warum ist das Wetter derzeit so extrem? DWD-Meteorologe Simon Trippler erklärt es so: Über Deutschland treffen feuchtwarme Luft vom Mittelmeer und kühlere Luftmassen aufeinander. Das führt einerseits zu drückender Hitze. Andererseits entstehen durch die feuchtwarme Luft Gewitter. Die bewegen sich nur sehr langsam fort und können sich deshalb immer wieder über den gleichen Regionen entladen. 

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Mit einem Boot fahren Feuerwehrleute durch Simbach am Inn und suchen nach Hilfsbedürftigen. Der Landkreises Rottal-Inn in Bayern ist mit am schlimmsten betriffen von dem anhaltendem Dauerregen.


"Das ist schon ein bisschen außergewöhnlich"

"Tiefdruckgebiete über Mitteleuropa gibt es an sich schon des Öfteren", sagt Trippler zum stern. "Die lange Dauer ist aber schon ungewöhnlich." Großwetterlagen neigten dazu, beständig zu sein. "Aber wir haben das mittlerweile über acht Tage lang - meistens mit Unwetterpotenzial - das ist schon ein bisschen außergewöhnlich."

Die aktuelle Wetterlage wird demnach noch bis mindestens zum Wochenende anhalten. Im Norden und Nordosten sollen die Schauer ab Samstag nachlassen - dann könnte es sich dort tatsächlich nach Sommer anfühlen.

Im Süden würden die Unwetter vorerst anhalten, sagte Trippler. Zur Mitte kommender Woche könnte sich dann auch dort besseres Wetter einstellen. 

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kis