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Wohnungseinbrüche: "Sie haben mir meine Geborgenheit geraubt"

Um zehn Prozent ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2015 gestiegen. Eines der Opfer ist Erika Weber aus Lebrade. Sie erzählt, was der Einbruch mit ihr gemacht hat.

Wohnungseinbrüche in Deutschland: Ein Einbrecher schlägt eine Scheibe ein

Bei Erika Weber wurde die Terrassentür eingeschlagen. 167.136 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche gab es im vergangenen Jahr in Deutschland (Symbolfoto)

Die Statistik ist alarmierend. 167.136 Wohnungseinbrüche und Einbruchsversuche registrierte die Polizei im Jahr 2015 - eine Zunahme um zehn Prozent. Innenminister Thomas de Maizière sagte in Berlin, die Täter kämen vermehrt aus Ost- und Südeuropa und seien professionell organisiert. Die Opfer erleiden bei einem Einbruch nicht nur einen materiellen Schaden, sie werden auch emotional grundlegend verunsichert. Im Haus der Erzieherin Erika Weber in Lebrade bei Kiel stiegen Unbekannte im März 2014 ein. Hier ihr Bericht, was passiert ist.

"Um 19 Uhr hatte ich das Haus verlassen. Ich war ins Dorf gefahren, zur Vorbereitung des Weltgebetstages. Als ich um 21.20 Uhr zurückkam, sah ich die offene Gartentür. Mensch, dachte ich, habe ich nach der Gartenarbeit vergessen, sie zu schließen? Dann bemerkte ich das gesplitterte Glas auf dem Boden. Mir war sofort klar, dass eingebrochen wurde. Ich rannte ins Haus, konnte gar nicht richtig denken. Betten waren abgerückt, Schränke standen offen, Kommoden waren durchwühlt. 

Ich rief die Polizei. Sie sagten mir, ich solle nicht nach oben gehen, vielleicht seien die Einbrecher dort. Zu spät, aber sie waren fort. Sie hatten zunächst versucht, die Terrassentür aufzustemmen. Weil das erfolglos war, schlugen sie einfach die Scheibe ein.

Gestohlen hatten die Einbrecher Familienschmuck, Elektrogeräte ließen sie hingegen stehen. Ich bin traurig über diesen Verlust. Auch den Ehering meines verstorbenen Mannes haben sie mitgenommen. Aber den materiellen Verlust kann ich auf einer Sachebene betrachten. Mich bedrückte eher das Gefühl, unsicher zu sein. Sie haben mir meine Geborgenheit geraubt.

Aber ich wusste sofort, dass ich mich diesem Gefühl stellen muss: Wenn ich mein Haus nach dem Einbruch verlassen hätte, würde ich mich hier nicht mehr wohlfühlen. Ich rief nachts den Glaser in Kiel an, er kam und verschloss die Terrassentür provisorisch. Im Jahr danach schlief ich öfter unruhig, hörte ich draußen etwas knacken, war ich gleich in Habachtstellung. Ich blicke auch heute, wenn ich nach Hause komme, zunächst zur Terrassentür. Ich ließ mir eine Alarmanlage installieren, die mit meinem Handy verbunden ist. So weiß ich, bevor ich nach Hause komme, ob eingebrochen wurde.

Ich bin froh, die Einbrecher nicht gesehen zu haben, ihnen nicht begegnet zu sein. Vielleicht habe ich sie sogar vertrieben. Ich bin mit dem Wagen in die Garage gefahren, das hört man ihm Haus. Und es sieht so aus, als seien die Einbrecher schnell geflüchtet. Die Polizei war gleich skeptisch, ob sie sie finden würden. Sie vermuten, es könnte eine organisierte Bande gewesen sein. Immerhin, das muss ich ihnen lassen, waren es ordentliche Einbrecher. Es gab keinen Vandalismus."

Die Täter wurden bis heute nicht gefasst.

Aufgezeichnet von Georg Meggers
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.