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Wien: "Ich wollte zum Wasserschlauch greifen": Missgeschick in Dampfbad kommt Mann teuer zu stehen

Ein 42-Jähriger hat in einem Dampfbad eines Wiener Fitnessstudios das Geschlechtsteil seines Sitznachbarn mit dem Wasserschlauch "verwechselt". Er behauptet, es lag an seiner Sehschwäche. Nun muss er 13.500 Euro Strafe zahlen.

Wien: Missgeschick in Dampfbad kommt Mann teuer zu stehen

Eine "Verwechslung" mit einem Geschlechtsteil kostet einen 42-Jährigen viel Geld (Symbolbild)

Getty Images

Es ist warm, die Luftfeuchtigkeit hoch, die Sicht eingeschränkt. Wer schon einmal in einem Dampfbad war, der weiß, dass man im wahrsten Sinne des Wortes schnell mal den Durchblick verlieren kann. So ist es nun offenbar in der österreichischen Hauptstadt Wien passiert. Dort hat ein 42-jähriger Mann im Dampfbad eines Fitnessstudios den Penis eines 19-Jährigen mit einem Wasserschlauch verwechselt.

Das behauptet er zumindest. Denn der Mann musste sich in den vergangenen Wochen wegen sexueller Belästigung vor Gericht verantworten, wie die österreichische Tageszeitung "Heute" berichtete. "Ich habe wegen meiner Sehschwäche irrtümlich den Penis meines Nachbarn berührt. Eigentlich wollte ich nur zum Wasserschlauch greifen", beteuerte er seine Unschuld.

Die Richterin wollte daraufhin wissen, warum er nicht einfach aufgestanden und um den Sitznachbarn herumgegangen sei. "Dann hätte ich ja nackt vor dem jungen Mann gestanden, das wollte ich nicht", sagte der Mann. Die Richterin entgegnete: "Da erschien es Ihnen die bessere Wahl, vollkommen schweißgebadet über den Fremden zu greifen?"

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13.500 Euro kostet der Dampfbad-Fehlgriff

Der Anwalt des Angeklagten versuchte alles, um eine Verurteilung abzuwenden. Laut "Heute" soll dieser die Szene vor Gericht sogar pantomimisch nachgestellt haben. Ein vergeblicher Versuch. Die Richterin befand den Angeklagten für schuldig – verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 13.500 Euro.

Sein Opfer wurde dagegen vom Vorwurf der gefährlichen Drohung freigesprochen. Der 19-jährige Sitznachbar sollte dem Mann nach dem Grapscher mit "Kieferbruch" gedroht haben.

In Zukunft kann er wieder ohne jegliche Befürchtungen ins Dampfbad gehen. Wie "Heute" schrieb, soll der 42-Jährige neben der Geldstrafe ein Sauna-Verbot des entsprechenden Wiener Fitnessstudios erhalten haben.

Quelle: "Heute"

rpw
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