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Antarktis Wissenschaftler entdecken den kleinsten Pinguin der Welt

Kleinster Zwergpinguin der Welt entdeckt
Ungleiche Nachbarn: Der eine wurde 2,20 Meter groß, der andere maß nur 35 Zentimeter. Argentinische Wissenschaftler haben die fossilen Überreste des kleinsten Zwergpinguine der Welt entdeckt. Zum Vergelich: Ein Kaiserpinguin (Mitte), der größte heute lebende Pinguin der Welt
© Agencia CTyS- UNLaM/Twitter
Er wurde nur so groß wie eine Katze und lebte vor rund 34 Millionen Jahren. Argentinische Wissenschaftler haben die fossilen Überreste des kleinsten Zwergpinguins der Welt entdeckt.

Gerade einmal 35 Zentimeter klein - so groß wie eine Katze - und dem heutigen Pinguin sehr ähnlich: Wissenschaftler des argentinischen Antarktisinstituts und des Museums de La Plata haben die fossilen Überreste einer neuen Art der Zwergpinguine in der Antarktis gefunden. Der tiefgefrorene kleine Kerl lebte vor rund 34 Millionen Jahren im Eozän und war noch kleiner als seine heutigen Verwandten, die neuseeländischen Zwergpinguine. Daher zeugt nun auch sein Name: "Aprosdokitos Mikrotero", was so viel heißt wie "unerwartet klein".

"Wir waren nicht nur überrascht, ein so kleines Exemplar zu finden, sondern auch, dass er offenbar mit fünfmal so großen Pinguinen zusammengelebt hat", sagte die Paläontologin Carolina Acosta Hospitaleche der argentinischen Nachrichtenagentur CTyS. Denn nur ein paar Jahre zuvor hatte sie  dort den größten je gelebten Pinguin entdeckt. Bis zu 2,20 Meter habe er gemessen.

Ein krankhaft kleinwüchsiger Pinguin?

Carolina Acosta Hospitaleche erzählt, dass sie und ihr Team bei der Größe der gefundenen Knochen zunächst gedacht hätten, der Vogel sei krankhaft kleinwüchsig gewesen. "Die bisher kleinsten Pinguine, die wir aus dem Zeitalter des Eozäns gefunden haben, waren mindestens doppelt so groß", so die Wissenschaftlerin. Als sie die Knochen jedoch mit den mehr als 400 anderen Funden im Museum de La Plata verglichen, hätten sie festgestellt, dass es sich um einen ausgewachsenen und gesunden Pinguin gehandelt habe. Diese umfassenden Studien sind auch der Grund, weshalb die Veröffentlichung seit dem Fund 2012 ganze fünf Jahre gedauert habe.

Die Seymour-Insel an der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel ist für ihre zahllosen Fossilienfunde von Sauriern, Walen und Pinguinen bekannt. Im Eozän war es dort wärmer und so hatten die die Pinguine mehr eisfreie Fläche und eine größere Nahrungsauswahl. Von diesen antarktischen Pinguinen gelangten einige auf das südamerikanische Festland, wo ihre Nachfahren noch heute leben.

 

tyr

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