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Urzeit-Echsen Neue Mini-Art zeigt: Auch die Dinosaurier haben mal klein angefangen

Dinosaurier
Lebensgroße Dinosaurier-Modelle im Urzeitpark Germendorf in Brandenburg. Die Vorfahren der Riesenechsen passten offenbar ins Handschuhfach
© Jörg Carstensen / Picture Alliance
Dinosaurier waren die größten Lebewesen, die je über die Erde wandelten. Neue Forschungsergebnisse zeigen: Die Vorfahren der Riesen passten wahrscheinlich auf eine Handfläche.

Bei Dinosauriern dürften die meisten Menschen unmittelbar die gigantischen Kreaturen vor Augen haben, die nicht zuletzt in "Jurassic Park" für Faszination und Horror auf der Kinoleinwand sorgten: Den furchteinflößenden Tyrannosaurus rex etwa, oder den hausgroßen Brachiosaurus. Forscher haben aber aufgrund aktueller Erkenntnisse Grund zu Annahme, das auch die Riesenechsen mal klein angefangen haben. 

In Madagaskar wurden Fossilien eines frühen und bislang unbekannten Dino-Verwandten ausgegraben, der vor rund 237 Millionen Jahren gelebt haben soll – und der offenbar nur zehn Zentimeter groß war. Ihre Entdeckung beschreiben die Wissenschaftler im Fachtitel "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" ("PNAS"). 

So könnte er einer Illustratorin zufolge ausgesehen haben: 

Schrumpften Dinosaurier, bevor sie zu Giganten wurden?

Das Fossil wurde bereits 1998 entdeckt, aber erst jetzt genauer klassifiziert und auf den Namen Kongonaphon kely getauft, was soviel bedeutet wie "Winziger Insektentöter". "Es gibt diese generelle Annahme von riesigen Dinosauriern", wird Christian Kammerer vom North Carolina Museum of Natural Sciences, einer der Autoren, von der BBC zitiert. Aber diese neue Art sei evolutionsbiologisch sehr nah an Dinosauriern und Flugsauriern dran, ein früher Vertreter der Gruppe Ornithodira, zu der auch die voran genannten zählen – und sie sei "schockierend klein". 

Den Namen erhielt die neue Art, weil die Forscher aufgrund der Beschaffenheit der Kiefer davon ausgehen, das der Winzling sich von Insekten ernährte. Zwar wurden auch früher bereits kleine Vertreter der Ornithodira entdeckt, aber bislang herrschte die Annahme vor, es handele sich um Ausnahmen. 

Federn halfen bei der Regulierung der Temperatur

Kammerer und sein Team gehen nun aufgrund ihrer neuen Erkenntnisse jedoch eher davon aus, dass die Vorläufer der Dinos zunächst stark geschrumpft sind und ihre Größe erst später jene gigantischen Ausmaße angenommen hat, für welche die Echsen berühmt sind. 

Trotz seiner geringen Größe, scheint "Kongonaphon" aber ein recht zäher Kerl gewesen zu sein. Sein kleiner Körper scheint demnach mit Flaum und Federn bedeckt gewesen zu sein, was ihm bei der Regulierung der Körpertemperatur und Speicherung von Wärme half. Durchaus hilfreich, denn Forscher gehen davon aus, dass sich in jenen Zeiten heiße Tage und bitterkalte Nächte abwechselten. 

Quellen: BBC, "PNAS

rös / <br/>

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