Umwelt Europa züchtet immer mehr Fisch – warum das die Existenz vieler Senegalesen bedroht

Junge senegalesische Fischermänner
Junge senegalesische Fischermänner ziehen ein fast leeres Netz aus dem Meer am Hafen von Kayar. Ein Ort, der seit 150 Jahren den ärmsten Teil des Landes mit Arbeit und Nahrung versorgte
© Fabrice Monteiro / STERN
In Senegal leben die Menschen vom Fisch. Doch er wird dort immer knapper und teurer. Schuld ist das Fischmehl – für die europäische Fischzucht. Ein Besuch vor Ort. 

Jeden Tag, wenn die Sonne über dem Strand von Kayar untergeht, beginnt eine Choreographie, die Ankunft der Fischer. Hunderte junge Männer stehen im Wasser, sie tragen runde Hüte aus festem Stoff, auf denen sie Kisten balancieren. Dahinter sitzen Frauen, vor ihnen Bretter, Messer, Körbe. Dutzende An- und Verkäufer, Händler, Vermittler, rund Tausend Menschen suchen hier ihren Tagelohn. Die ganze Stadt Kayar ist unterwegs, der zweitgrößte traditionelle Fischerhafen des Senegal.

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