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Google Doodle für Arthur Schopenhauer: "Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen"

Er war einer der größten Dichter und Denker des 19. Jahrhunderts. Heute wäre der Philosoph Arthur Schopenhauer 225 Jahre alt geworden.

Von Jannik Tille

Der Philosoph Arthur Schopenhauer war seinerzeit ein Querdenker und Bewahrer der deutschen Sprache. Er war ein Lehrer, der selbst auf eine Privatschule für Kaufmänner ging und schnell seine philosophische Ader entdeckte. Dass er 1820 seine Tätigkeit als Dozent an der Universität Berlin aufnahm, hatte jedoch einen anderen Grund: Er war pleite.

Das große Vorbild Schopenhauers war kein geringerer als Immanuel Kant. Seine eigene Lehre der Philosophie entwickelte Schopenhauer im 19. Jahrhundert und stieg zu einem der größten Dichter und Denker in Deutschland auf. Sein berühmtestes Werk war der 1819 erschienene Band "Die Welt als Wille und Vorstellung". Es widmet sich einem weiten Wissensspektrum und beschäftigt sich mit allen vier Bereichen der Philosophie: der Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik.

Dass Arthur Schopenhauer sich in seiner Dissertation "Über die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde" den Kopf über den "Satz vom zureichenden Grunde" zerbrach, verdeutlicht seine Denkweise. Er entwickelte letztlich vier verschiedene Ergebnisse dafür, dass nicht alles, was ist, einen Grund hat.

Das Denken eines Schopenhauers

Möchte man Schopenhauers Denken anhand von Zitaten darstellen, können im Prinzip zwei Richtungen bestimmt werden. So vermochte er sein Einmaleins zu verpacken, indem er mitteilte: "Zwischen dem Genie und dem Wahnsinnigen ist die Ähnlichkeit, dass sie in einer andern Welt leben als der für alle vorhandenen." Es gibt aber auch Zitate, die seinen Sprachwitz belegen: "Jeden Abend sind wir um einen Tag ärmer" und: "Der einzige Mann, der wirklich nicht ohne Frauen leben kann, ist der Frauenarzt."

Seine Aussagen und Ansichten machten Arthur Schopenhauer berühmt. Nicht zuletzt mit seinem Satz "Das Schicksal mischt die Karten, wir spielen" verschaffte er sich einen viel beachteten Platz in den Geschichts- und Philosophiebüchern.