H5N1 bei deutschem Geflügel Was Verbraucher nun wissen müssen


Nun ist das Vogelgrippe-Virus H5N1 auch bei deutschem Nutzgeflügel ausgebrochen. Die Verbraucher sind verunsichert - kann man noch Geflügelfleisch essen, und was mit Eiern?

Erstmals hat der gefährliche Virustyp H5N1 deutsches Nutzgeflügel erfasst. Die Gefahr für den Verbraucher wächst damit kaum: Auch dort, wo die Vogelgrippe seit Jahren kursiert, wurde dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zufolge bislang kein Fall beschrieben, in dem die Infektion über Lebensmittel auf den Menschen übertragen wurde.

Die Krankheit verläuft bei Hühnern und Puten sehr rasant - die meisten Tiere verenden binnen weniger Stunden bis Tage. Die Wahrscheinlichkeit, dass Eier oder Fleisch aus infizierten Beständen in den Handel gelangen, bevor die Krankheit erkannt wird, ist deshalb nach BfR-Angaben sehr gering. Bei Enten und Gänsen verläuft die Krankheit dagegen langsamer. "Hier kann nicht ausgeschlossen werden, dass vor dem Ausbruch der Krankheit noch Produkte bereits infizierter Tiere in den Handel gelangen", schreibt das Institut.

Gut durchgaren und gut abwaschen

Um auf "Nummer sicher" zu gehen, sollten alle Geflügelprodukte bei mindestens 70 Grad durchgegart werden - bis das Fleisch auch im Inneren nicht mehr rosa ist. Auch hart gekochte Eier sind unbedenklich, da das Virus bei hohen Temperaturen abstirbt. Bei der Zubereitung benutztes Geschirr und Besteck sollte ebenso wie die Arbeitsflächen gründlich mit Spülmittel abgewaschen werden. Geflügelprodukte sollten getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert, Verpackungsmaterial sofort in den Müll geworfen werden.

Desweiteren empfiehlt das BfR verschiedene Hygienemaßnahmen: So sollte der Kontakt zu krankem oder totem Geflügel konsequent vermieden werden - dies gilt insbesondere für Kinder. Bei Berührung infizierter Tiere oder von Vogelkot empfiehlt sich gründliches Händewaschen mit einem Spülmittel. Verschmutzte Kleidung sollte bei 95 Grad gewaschen werden. Tierbesitzer sollten darauf achten, ihre Lieblinge von infizierten Vögeln fern zu halten - zum Beispiel durch vorläufiges Einsperren.

DPA DPA

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