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Interaktive Grafik "Scale of the Universe": Per Mausklick an den Rand des Universums

Wie weit ist eigentlich ein Lichtjahr? In einer interaktiven Grafik kann man sich von den kleinsten Bestandteilen des Universums bis in die Weiten des Alls zoomen. Programmiert hat sie ein Schüler.

Von Dominik Brück

Mit der Hilfe von riesigen Teleskopen im Weltraum ist es uns möglich, Galaxien zu beobachten, die rund 46 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sind. Eine ganz schön lange Strecke, soviel ist sicher. Wie gewaltig diese Entfernung aber tatsächlich ist, können sich die Wenigsten wirklich vorstellen. Häufig bereitet es uns schon Schwierigkeiten zu schätzen, wie weit es von der Haustür zum Briefkasten ist oder wie groß die Menschen in unserer Umgebung sind. Sich vorstellen zu können, wie weit ein Lichtjahr ist, wird da schon fast zur unmöglichen Aufgabe. Das Gleiche gilt auch für die kleinsten Bestandteile des Universums - oder wüssten Sie, ob ein Quark nun größer ist als ein Neutrino?

Bis zum Rand des Universums

Der 14-jährige Schüler Cary Huang aus Kalifornien kennt nicht nur die Antwort auf diese Frage, er hat sich auch mit den Größenverhältnissen von vielen anderen großen und kleinen Objekten beschäftigt. Festgehalten hat Cary seine Faszination für Größenvergleiche in der interaktiven Grafik "Scale of the Universe", die er zusammen mit seinem Zwillingsbruder Michael selbst erstellt hat. Die Idee für das Projekt sei ihm während des Schulunterrichts gekommen, erzählt der junge Forscher dem amerikanischen Nachrichtensender "ABC News". Seine Lehrerin habe ein Video gezeigt, in dem die Größe von Zellen mit anderen Dingen verglichen wurde. "Ich habe mich dann entschieden, das Gleiche in einem wesentlich größeren Maßstab zu machen", sagt Cary.

Herausgekommen ist eine faszinierende Reise von den kleinsten Bausteinen des Universums bis zur Grenze des durch den Menschen beobachtbaren Raums. Stück für Stück kann man zwischen den verschiedenen Größenordnungen hin und her zoomen und dabei nicht nur lernen, wie klein die Entfernung von der Erde zur Sonne in kosmischen Maßstäben ist, sondern auch, dass der Tyrannosaurus Rex kleiner war als der größte Kaktus der Welt.

Insgesamt eineinhalb Jahre haben Cary und Michael an ihrem Projekt gearbeitet. Es sei nur zum Spaß gewesen und weder für die Schule, noch für die Vorbereitung auf einen Beruf gedacht. "Wir wissen beide noch nicht was wir nach der Schule machen wollen. Wir mögen Computer und Animationen, aber auch Astronomie ist cool", sagt Cary zu "ABC News". Welchen Weg die Brüder auch einschlagen, ihre große Neugier werden sie sich wohl auf jeden Fall erhalten: "Wir sind so ein kleiner Teil dieses Universums und da ist so vieles da draußen, das wir noch nicht kennen", sagt Cary.

Zommen Sie sich durch das Universum und die Bausteine der Materie: Hier geht es zu der interaktiven Grafik.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?