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"Endeavour": Raumfähre bringt Kühlschrank zur ISS

Tausende Kilos an neuer Ausrüstung hat die US-Raumfähre "Endeavour" mit zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Darunter auch einen Kühlschrank und neue Schlafplätze für die Astronauten. Die ISS soll soweit ausgebaut werden, dass dort künftig mehr Astronauten arbeiten können.

Die US-Raumfähre "Endeavour" hat erfolgreich an die Internationale Weltraumstation (ISS) angedockt. Kommandant Christopher Ferguson vollendete das reibungslose Manöver in der Nacht zum Montag einer Höhe von rund 350 Kilometern über der Erde. Nach der Öffnung der Verbindungsluke hieß der Amerikaner Mike Fincke als derzeitiger ISS-Kommandant die siebenköpfige Shuttle-Mannschaft herzlich willkommen.

Eine Stunde vor dem Andockmanöver hatte Ferguson die Raumfähre gedreht, damit die ISS-Besatzung Fotos von der Unterseite machen konnten. Etwa 200 Digitalbilder wurden dann zur Bodenkontrolle der NASA gefunkt, um auszuloten, ob die "Endeavour" beim Start möglicherweise Beschädigungen am Hitzeschild erlitten hat. Zunächst wurden keine Hinweise auf größere Schäden entdeckt.

Der russische Kosmonaut Gregori Tschamitoff wird nach sechs Monaten in der ISS mit der "Endeavour" zur Erde zurückkehren. An seine Stelle tritt die Amerikanerin Sandra Magnus, die die kommenden drei Monate in der Weltraumstation verbringen soll.

Die Raumfähre brachte tausende Kilogramm neuer Ausrüstung zur ISS. Dazu gehören ein Wasseraufbereitungssystem, ein Kühlschrank, neue und komfortablere Schlafplätze und ein Fitnessgerät. Ziel ist es, die ISS so weit auszubauen, dass ab kommenden Juni sechs statt drei Besatzungsmitglieder ständig im All arbeiten können.

Neben den Innenausbauten sollen drei Astronauten der "Endeavour" bei einem Außenbordeinsatz ein klemmendes Sonnensegel reparieren, das seit einem Jahr nicht funktioniert, für die Erweiterung der ISS jedoch notwendig ist. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem neuem System der Wasserwiederaufbereitung. Es soll ein komplett geschlossener Wasserkreislauf sein, der sogar Kondenswasser und Urin wieder zu Trinkwasser verarbeitet. Das System wird zunächst bis zum Frühjahr getestet und gilt als Voraussetzung für die Verdoppelung der ISS-Besatzung.

AP / AP