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Abendhimmel: Fünf Planeten auf einen Streich

Eine seltene Planetenparade ziert zurzeit den Abendhimmel: die fünf nächsten Nachbarplaneten der Erde, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn, sind mit bloßem Auge auf einmal sichtbar.

Eine seltene Planetenparade ziert zurzeit den Abendhimmel. Kurz nach Sonnenuntergang lassen sich alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten auf einmal beobachten, wie die Vereinigung der Sternenfreunde (VdS) in Heppenheim berichtet. Mit Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn sind die fünf nächsten Nachbarplaneten der Erde gleichzeitig am nächtlichen Firmament vertreten. Diese noch etwa zehn Tage beobachtbare Konstellation bietet nach Angaben der NASA voraussichtlich die beste Abendsichtbarkeit der "berühmten Fünf" bis zum Jahr 2036. Zu den Planeten gesellt sich auch noch der Mond.

Um das Himmelstreffen zu beobachten, sollten Sternengucker auf einen freien Blick zum Horizont achten, ohne große Gebäude und helle Lichter, rät die NASA. Tief im Westen erscheint gegen 19.00 Uhr (Winterzeit) der Merkur in der Abenddämmerung. Der sonnennächste Planet unseres Systems ist allerdings kaum eine Stunde lang zu sehen, bevor ihn die horizontnahen Dunstschichten verschlucken. Über Merkur strahlt die Venus als Abendstern am Westhimmel. Sie leuchtet so hell, dass mancher Betrachter an ein Raumschiff oder gar ein Ufo glauben mag. Es ist der letzte Auftritt der Venus als Abendstern, bevor sie sich am 8. Juni in einer Art Mini-Sonnenfinsternis als kleiner Punkt vor der Sonnenscheibe vorbeischiebt - ein seltenes Ereignis, das zuletzt 1882 stattfand.

Dicht über der Venus glimmt der rote Mars, dessen Helligkeit nach seiner Rekordannäherung vom vergangenen Jahr deutlich abgenommen hat. Hoch im Westen leuchtet darüber noch der Ringplanet Saturn. Der "Herr der Ringe" wandert gemächlich durch das Sternbild Zwillinge. Am entgegengesetzten Horizont strahlt Jupiter. Der größte Planet unseres Sonnensystems glänzt nach Sonnenuntergang hell im Osten. Mit Einbruch der Dunkelheit beherrschen somit Venus und Jupiter die abendliche Himmelsszene. Nach Sonne und Mond sind sie die hellsten Gestirne am irdischen Firmament.

DPA