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All-Mission: "Endeavour" sicher gelandet

Es hätte einiges schiefgehen können bei der Rückkehr der "Endeavour" zur Erde: Der Hurrikan "Dean" wütet in der Karibik und der Hitzeschild des Shuttles war nicht völlig intakt. Doch nun ist das Raumschiff wieder sicher in Cape Canaveral gelandet.

Die US-Raumfähre "Endeavour" ist nach 13 Tagen im All sicher auf die Erde zurückgekehrt. Um 18.32 Uhr Mitteleuropäischer Zeit landete das Space Shuttle sanft auf dem Nasa-Stützpunkt Cape Canaveral in Florida. Die "Endeavour" kehrte damit einen Tag früher als ursprünglich geplant zur Erde zurück, weil befürchtet wurde, dass der Hurrikan "Dean" das Nasa-Kontrollzentrum in Houston erreichen könnte. Die Wetterbedingungen waren der Nasa zufolge "akzeptabel" für eine Landung. Die Nasa hatte zuletzt auch wegen eines Schadens am Hitzeschild um die sichere Landung der Raumfähre gebangt.

Neun Tage an der ISS verbracht

Das Shuttle hatte neun Tage an der Internationalen Raumstation ISS verbracht und dort wichtige Vorarbeiten für die Ankunft neuer Module geleistet. Zu der siebenköpfigen Besatzung gehörte unter anderem auch die ehemalige Lehrerin Barbara Morgan, die schon 1986 als Ersatz für Christa McAuliffe für die Mission der "Challenger" vorgesehen war. Morgan hielt drei Unterrichtsstunden ab, war daneben aber wie die anderen Astronauten an Einsätzen beteiligt. So beaufsichtigte sie den Roboterarm des Shuttles und half beim Transport von Gepäck in die ISS mit.

Die Mission erinnerte jedoch die US-Raumfahrtbehörde Nasa daran, dass die Bemühungen, die Shuttles nach dem Unglück der "Columbia" vor vier Jahren wieder sicher zu machen, noch nicht abgeschlossen sind. Beim Start löste sich ein Stück Schaumstoff von einem Treibstofftank und schlug eine Kerbe in die Kacheln des Hitzeschutzschildes, der das Shuttle beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre vor dem Verglühen bewahren soll. Nach mehrtägigen Beratungen entschied die Nasa, den Schaden nicht bei einem riskanten Außeneinsatz im All zu reparieren, weil er keine Bedrohung für die Fähre darstelle.

Die "Columbia" war 2003 beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinandergebrochen. Dabei kamen alle sieben Astronauten an Bord ums Leben. Als Auslöser des Unglücks gilt ein unentdeckter Schaden am Hitzeschild einer Tragfläche.

Reuters / Reuters
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