Außenbordeinsatz im All Loch im Handschuh, Einsatz gestoppt


Und wieder eine Panne: Die Nasa hat den Arbeitseinsatz eines Shuttle-Astronauten im freien All vorzeitig beendet. Als Grund nannte die Weltraumbehörde ein Loch im Handschuh des Astronauten Rick Mastracchio.

Beschädigt waren den Angaben zufolge die beiden äußersten von insgesamt fünf Schichten im Daumenbereich des Handschuhs. Vorsichtshalber wurde Mastracchio in die Internationale Raumstation (ISS) zurückgeschickt. Sein Partner bei dem Außenbordeinsatz schloss seinen Arbeitsgang noch schnell ab und folgte ihm danach.

Unterdessen verschob die Nasa erneut ihre Entscheidung, ob ein Defekt im Hitzeschild der Raumfähre "Endeavour" noch vor der für den 22. August geplanten Rückkehr zur Erde repariert werden soll. An einer fünf mal neun Zentimeter großen Stelle des Hitzeschilds ist das Material so sehr beschädigt, dass nur noch ein dünner Filzstoff über der Bordwand aus Aluminium liegt.

Die Kacheln des Hitzeschilds schützen die Raumfähre vor den hohen Temperaturen beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre. Nasa-Projektleiter John Shannon sagte, die Auswertung von Testsimulationen des Defekts sei noch nicht abgeschlossen. Er bleibe aber "vorsichtig optimistisch", dass eine Reparatur nicht erforderlich sein werde. Der Schaden entstand beim Start der "Endeavour" am 8. August.

AP AP

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