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Flug zur ISS: "Discovery" startet frühestens Anfang Februar

Es ist eine unendliche Geschichte: Die letzte Reise des Space Shuttle "Discovery" ist erneut verschoben worden. Nun soll die Raumfähre frühestens im Februar zur Internationalen Raumstation ISS aufbrechen.

Wegen technischer Probleme ist der letzte Flug der US-Raumfähre "Discovery" zur Internationalen Raumstation ISS erneut verschoben worden. Der Space Shuttle könne seinen Flug frühestens am 3. Februar antreten, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Die "Discovery" war bislang 38 Mal im All, nach der 39. und letzten Mission soll die Raumfähre aus dem Verkehr gezogen werden.

Beim letzten Startversuch am 5. November hatten Techniker ein Leck und später mehrere lange Risse im Außentank der "Discovery" entdeckt. "Als dieses Problem zum ersten Mal auftrat, erwarteten wir, ein naheliegendes Problem zu finden", sagte Programmmanager John Shannon. Die Ursache des Problems sei jedoch während der Untersuchung nicht erkannt worden. Shannon zeigte sich aber zuversichtlich, dass es sich um ein "lösbares Problem" handelt.

Schlechtes Wetter, technische Probleme

Sollte der Starttermin am 3. Februar nicht eingehalten werden können, soll die Raumfähre Ende Februar abheben. Eine weitere Möglichkeit biete sich im April, hieß es. Der Start war zuvor wegen schlechten Wetters und technischer Probleme immer wieder verschoben worden. Auf ihrer elftägigen Mission soll die "Discovery" sechs US-Astronauten sowie Ausrüstungsgegenstände für die ISS ins All bringen. Mit an Bord ist dann auch "Robonaut 2" - ein Roboter, der äußerlich einem Menschen ähnelt.

Die "Discovery" ist die älteste der drei US-Raumfähren, die im kommenden Jahr ihren Betrieb einstellen werden. Alle drei Space Shuttles, "Discovery", "Atlantis" und "Endeavor" sollen nach dem letzten Flug ins All Museumsstücke werden. Damit wird die russische Sojus-Raumfähre für einige Jahre das einzige Raumschiff sein, das Menschen ins All bringt. Allerdings könnte ein weiterer US-Flug im Juni stattfinden, wenn der Kongress die Mittel dafür freigibt.

lea/AFP / AFP
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