Hintergrund Makellose Nummer Drei


Uranus ist der drittgrößte im Bunde und zugleich ein Planet mit Extra-Allüren. Wie ein Fass rollt er auf der Seite um die Sonne herum.

Uranus ist der drittgrößte der Gasriesen. Er hat rund den vierfachen Durchmesser der Erde. und seine Atmosphäre besteht wie Jupiter und Saturn zum größten Teil aus Wasserstoff. Uranus ist im Kern allerdings aus felsigem Gestein und Eis, weswegen seine Dichte höher ist als die des Saturn. Die wenigen Prozent Methangas, die in seiner Atmosphäre enthalten sind, verleihen Uranus - wie auch Neptun - seine bläuliche Farbe.

Ein Uranus-Tag dauert 18 Stunden, ein Uranus-Jahr 84 Erdenjahre. Er ist 19 Mal so weit von der Sonne entfernt wie die Erde. Daher ist es kalt auf dem Uranus: -193°C beträgt die durchschnittliche Atmosphärentemperatur.

Rollendes Fass

Uranus' Besonderheit ist seine eigenartige Lage: er ist so stark geneigt - mehr als 90 Grad gegen die Bahnebene -, dass statt seines Äquators immer einer seiner Pole zur Sonne zeigt. Uranus rollt quasi um die Sonne herum wie ein Fass. Dieser kuriose Umstand führt dazu, dass seine Polregionen mehr Energie von der Sonne beziehen als sein Äquator.

Zudem dreht er sich nicht wie alle anderen Planeten - mit Ausnahme der Venus - von West nach Ost um seine Achse, sondern in der entgegengesetzten Richtung.

Makellose Oberfläche

Bisher flog nur eine einzige Sonde an dem blaugrünen Gasriesen vorbei: 1986 machte die Raumsonde Voyager 2 die ersten Fotos von dem Planeten. Seine Oberfläche entpuppte sich als makellos glatt ohne irgendwelche sichtbaren Merkmale.

Uranus hat elf Ringe und mittlerweile hat man mehr als 20 Monde entdeckt, die sich fast alle kreisförmig um ihn drehen. Die meisten sind kleine Objekte, manche verfügen jedoch über eine interessante Oberfläche. Die größten Monde des Uranus sind Ariel, Umbriel, Titania und Oberon.

Den Forschern gibt Uranus einige Rätsel auf: was hat zu der eigenartig starken Neigung des Planeten geführt? Möglicherweise eine starke Kollision mit einem anderen Körper. Diese könnte auch zur Entstehung der Ringe geführt haben.


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