Internationale Raumstation Entrümpelung im Weltall


Sieben Stunden haben die ISS-Astronauten Clay Anderson und Fjodor Jurtschichin außerhalb der Raumstation verbracht, um einen Ammoniaktank und eine Kamerahaltung zu demontieren. Den Schrott haben sie im Weltall abgeladen.

Zwei der drei Langzeit-Astronauten der Internationalen Raumstation ISS haben einen mehr als siebenstündigen Außeneinsatz absolviert. Der Russe Fjodor Jurtschichin und der Amerikaner Clayton Anderson demontierten zwei nicht mehr benötigte Geräte und entsorgten den Schrott im Weltraum.

Bei den Geräten handelte es sich um einen alten 635 Kilogramm schweren Ammoniaktank von der Größe eines Kühlschranks sowie um eine Kamerahalterung. Der US-Astronaut Clayton Anderson, ein Hobby-Basketballspieler, schleuderte den Tank und die 90 Kilogramm schwere Halterung in den Weltraum hinaus. Die Raumfahrer blieben fast zwei Stunden länger als geplant außerhalb der Station, um zusätzlich eine Funkantenne zu installieren. Die Arbeiten dienten der Vorbereitung für zukünftige Flüge zur ISS.

Der dritte Raumfahrer, der Russe Oleg Kotow, unterstützte den Einsatz seiner Kollegen vom amerikanischen ISS-Segment "Destiny" aus. "Die Raumfahrer haben alle Aufgaben erfüllt und sind in die Station zurückgekehrt", teilte ein Repräsentant der Nasa in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax mit.

Der Tank verglüht in der Erdatmosphäre

Der mit dem giftigen Ammoniak gefüllte Tank diente zur Versorgung des alten Kühlungssystems auf der ISS. Er dürfte nach Berechnungen der US-Raumfahrtbehörde Nasa noch zehn oder elf Monate die Erde umkreisen, ehe er in die Erdatmosphäre eintreten und ohne Rückstände verglühen wird. Um einen Zusammenstoßen mit dem um die Erde kreisenden Tank zu verhindern, sollte die ISS in der Nacht zum Dienstag planmäßig in eine zehn Kilometer höhere Umlaufbahn gehoben werden.

DPA/AP AP DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker