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Marsmission: Phoenix hat Verstopfungen

Der Marsstaub ist einfach zu grob: Die Raumsonde Phoenix hat Probleme, die aufgesammelten Bodenproben in seinen Analyse-Ofen zu stopfen. Mit Hochdruck suchen die Nasa-Experten nun nach Lösungen.

Die erste Bodenprobe vom Mars bereitet den Wissenschaftlern der USA-Raumfahrtbehörde Nasa Kopfzerbrechen. Die Handvoll Marsstaub, die der Roboterarm eingesammelt hatte, ist offensichtlich zu grob, um in den Analyseofen zu kommen. Wie die Nasa auf ihrer Webseite mitteilte, konnte der Infrarot-Taststrahl nicht bestätigen, dass die Bodenprobe von der Marsoberfläche in das Analysegerät gelangt sei.

Bilder zeigten, dass die grobkörnige Bodenprobe auf dem Filter liege, der den Einlass zu dem Miniaturofen schützt. Der Einlassfilter auf dem Messinstrument lässt aber nur Partikel durch, die kleiner als einen Millimeter sind und damit feiner als der eingesammelte Marsstaub. Es könne auch sein, dass das Instrument, das die Erdpartikel weitertransportieren soll, nicht richtig funktioniere. Ingenieure und Wissenschaftler der Phoenix-Mission arbeiten nun in der Universität von Arizona in Tucson an Problemlösungen. Es werde jedoch wohl einige Tage dauern, die Ursache für die Fehlfunktion zu ermitteln.

Phoenix sucht nach Leben

Die Nasa-Wissenschaftler suchen in den Proben nach Spuren von Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoff. Dafür hat die Marssonde einen Spezialofen an Bord, in dem Bodenproben erhitzt werden. Der Ofen ist Teil eines zentralen Instruments an Bord der Phoenix, das Proben auf organisches Material und damit auf Spuren von Leben auf dem Roten Planeten untersucht.

Selbst wenn sich der Analyseofen als nicht einsatzfähig erweisen sollte, kann Phoenix seine Arbeit auf dem Mars aber fortsetzen, denn für die erforderlichen Untersuchungen stehen noch sieben weitere derartige Kammern zur Verfügung.

DPA/AP / AP / DPA