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Mondspaziergang für 1,5 Milliarden Dollar: US-Unternehmen will Privatpersonen zum Mond bringen

Frühere Nasa-Manager wollen mit einem neugegründeten Unternehmen Raumfahrtgesellschaften und Forschungseinrichtungen zum Mond befördern. Auch extrem reiche Menschen könnten sich den Ausflug gönnen.

Ehemalige Mitarbeiter der US-Raumfahrtbehörde #Link;http://www.stern.de/wissen/kosmos/nasa-90248890t.html;Nasa# haben am Donnerstag (Ortszeit) die Gründung eines Unternehmens bekannt gegeben, das erstmals Reisen zum Mond - auch für Privatpersonen - verkaufen will. Für den Hin- und Rückflug für zwei Personen einschließlich Spaziergang auf dem Mond veranschlagt die Firma Golden Spike 1,5 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro). Dies ist ein Bruchteil der Kosten, die im staatlichen Raumfahrtprogramm dafür anfallen.

"Golden Spike Company ist das erste Unternehmen, das regelmäßige Forschungsexpeditionen auf dem Mond anbieten will und das ab Ende des Jahrzehnts", erklärten die Firmengründer. Zu ihrer Zielgruppe gehören nach eigenen Angaben vor allem Länder und Firmen mit Interesse an der Erkundung des Erdtrabanten.

Erster Mondflug im Jahr 2020

Präsident von Golden Spike ist Alan Stern, ehemaliger Vize-Direktor für Wissenschaft bei der Nasa. Zu den Beratern der Firma gehören auch Politiker wie der frühere Repräsentantenhaus-Chef #Link;http://www.stern.de/kultur/buecher/newt-gingrich-90333749t.html;Newt Gingrich# und #Link;http://www.stern.de/politik/ausland/bill-richardson-90286313t.html;Bill Richardson#, der ehemalige US-Botschafter bei der Uno und Energieminister unter Ex-Präsident Bill Clinton.

Golden Spike könnte nach eigenen Angaben 2020 für den ersten bemannten Mondflug bereit sein. Der Termin hänge allerdings davon ab, wie viele Interessenten sich beteiligten. Für den ersten Flug würden Investitionen von sieben bis acht Milliarden Dollar veranschlagt, sagte Alan Stern. Er ließ sich allerdings nicht darauf festlegen, wie viele Flüge notwendig sind, damit sich das Projekt rechnet. Zu den potenziellen Kunden zählt Stern zivile Raumfahrtgesellschaften, Unternehmen Forschungseinrichtungen und einige extrem reiche Personen.

ger/AFP/Reuters / Reuters
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