Nasa "Discovery" erreicht Raumstation ISS


Nach zweitägiger Reise durchs Weltall hat die US-Raumfähre "Discovery" an der Internationalen Raumfahrtstation ISS angedockt. Die US-Weltraumbehörde Nasa erklärte stolz, das Manöver sei "wie im Bilderbuch" gelungen.

Die US-Raumfähre "Discovery" hat am Dienstag nach knapp 48-stündigem Flug die Internationale Raumstation ISS erreicht. Am späten Abend dockte das Shuttle mit sieben Astronauten an Bord an die ISS an. Zuvor hat die NASA Entwarnung gegeben: Entgegen ersten Einschätzungen erforderte das Risiko einer Kollision mit Weltraumschrott kein Ausweichmanöver. Eine Steuerung der ISS zu einer anderen Position hätte auch die "Discovery" zu einer Kursanpassung gezwungen.

Erst am Donnerstag vergangener Woche hatten sich die drei Besatzungsmitglieder der ISS in ihre Rettungskapsel begeben müssen - ein anderes Stück Weltraumschrott war der 350 Kilometer über der Erde kreisenden Station bedrohlich nahegekommen. Weil die Warnung sehr kurzfristig eintraf, war die Zeit für ein Ausweichmanöver zu knapp. Solche Kursänderungen gab es bisher acht Mal, zuletzt im August vergangenen Jahres.

Die Schrottteile, die der Station am Montag Sorgen machten, stammten von dem sowjetischen Militärsatelliten Kosmos 1275, der schon kurz nach dem Start 1981 auseinanderbrach. Diese Wolke mit 310 Trümmerteilen bewegt sich langsam in niedrigere Umlaufbahnen. Die "Discovery" transportiert unter anderem neue Sonnensegel für die Energieversorgung zur ISS. Wegen einer Verzögerung des Starts um mehr als einen Monat wurde die Dauer der Reise um einen Tag auf 13 Tage verkürzt.

Auch die Zahl der Einsätze im freien All wurde von vier auf drei verringert. Der erste soll am Donnerstag stattfinden. Zwei weitere Sonnensegel sollen die bereits sechs installierten Solaranlagen ergänzen und der ISS damit die volle Stromversorgung ermöglichen. Trotz des verkürzten Aufenthalts im All kann die Besatzung der "Discovery" nach Angaben der NASA 80 bis 90 Prozent der geplanten Arbeiten erledigen. Der abgesagte vierte Außeneinsatz soll später von der Besatzung der ISS nachgeholt werden.

AP AP

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