Raumfähre "Endeavour" Pleiten, Pech und Pannen


Der Hitzeschild der Raumfähre "Endeavour" ist beschädigt und muss vielleicht repariert werden. Doch damit nicht genug: Während ihres ersten Außenbordeinsatzes erlebten die Astronauten der "Endeavour" auch noch eine Computerpanne. Keiner weiß, wie es zum Ausfall kam.

Bei der über sechsstündigen Aktion montierten Rick Mastracchio und Dave Williams ein tonnenschweres Verbindungsteil für ein Solarmodul an der Internationalen Raumstation ISS. Während die Raumfahrer im All arbeiteten, schaltete sich urplötzlich der Haupt-Kontrollrechner der Raumstation ab. Sofort wurden laut Raumfahrtbehörde Nasa zwei bordeigene Ersatzcomputer aktiviert, die die Arbeit des Hauptrechners übernahmen. Es habe keine Gefahr für die Crew bestanden, hieß es. Wie es zu der Panne kam und ob sie behoben werden kann, blieb indes unklar.

Weiterer Reparatureinsatz nötig?

Die Nasa plante unterdessen einen weitere Begutachtung des leicht beschädigten Hitzeschildes der Raumfähre. Der Schaden wurde an deren Unterseite auf Fotos entdeckt, die beim Andocken an die ISS gemacht wurden. Möglicherweise habe beim Start Eis auf dem Treibstofftank des Shuttle den Schaden ausgelöst, erklärte die US-Raumfahrtbehörde.

Am heutigen Sonntag sollen die Schäden mit Außensensoren oder dem Einsatz eines Roboterarms näher untersucht werden. Danach wird entschieden, ob der Defekt behoben werden soll. Dies wäre dann Aufgabe der Astronauten, die zu einem weiteren Arbeitseinsatz ins All aussteigen müssten.

Die Nasa ist auf besondere Vorsicht bedacht, seit das Shuttle "Columbia" 2003 beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Die "Endeavour" soll bis zu 14 Tage im All bleiben. Sie liefert Baumaterial, Ausrüstung und Verpflegung. Zu der siebenköpfigen Besatzung gehört auch die ehemalige Lehrerin Barbara Morgan, die für einen Flug mit dem 1986 verunglückten Shuttle "Challenger" ausgebildet worden war.

Reuters Reuters

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