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Sonde auf Wassersuche: "Phoenix" ist auf dem Weg zum Mars

Die Marssonde "Phoenix" hat ihren Weg ins All angetreten. Die Nasa schickte den Roboter mit einer unbemannten Rakete von Cape Canaveral zum Mars, wo er vor allem nach Spuren von Wasser suchen soll.

Die Nasa hat eine Raumsonde auf den Weg zum Mars geschickt, die erstmals nach Lebensspuren am vereisten Nordpol unseres Nachbarplaneten suchen soll. "Phoenix" startete am Samstag um 11.26 Uhr MESZ mit Hilfe einer Delta-II-Trägerrakete auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf ihre 679 Millionen Kilometer weite Reise. Wenn alles weiter planmäßig verläuft, wird die Sonde Ende Mai kommenden Jahres auf dem Mars landen. In den drei folgenden Monaten während des Marssommers soll sie dann mit ihrem Roboterarm im Permafrostboden graben. Das gesamte Projekt kostet 420 Millionen Dollar (knapp 310 Millionen Euro).

Der Nasa zufolge wird "Phoenix" unter anderem untersuchen, ob das Eis nahe der Marsoberfläche regelmäßig schmilzt. Damit würde es einen Lebensraum für Mikroorganismen geben. Bislang sei zudem unbekannt, ob der vereiste Boden an der Landestelle nur wenige Zentimeter oder möglicherweise mehr als einen halben Meter dick sei. Mit den Geräten der Sonde kann laut Nasa organisches Material im Boden nachgewiesen werden. Darüber hinaus soll das Wasser des Planeten auf seine chemische Zusammensetzung untersucht werden.

DPA/AP / AP / DPA