Sonnensegel montiert "Rückgrat" der ISS komplett


Selbst im Weltraum steigt der Energiebedarf: Auf der Internationalen Raumstation ISS sollen künftig sechs statt nur drei Astronauten gleichzeitig Dienst tun. Dank weiterer Sonnensegel, die Astronauten des Shuttles "Discovery" nun montiert haben, wird künftig genug Energie zur Verfügung stehen. Das "Rückgrat" der ISS steht nun.

Die Internationale Raumstation ISS hat ihr letztes Paar Sonnensegel erhalten. Astronauten der angedockten US-Raumfähre "Discovery" befestigten die autobusgroße Vorrichtung mit dem gewaltigen Flügeln in einem mehr als sechsstündigen Außeneinsatz an einer Halterung, die das "Rückgrat" der Station bildet und nunmehr komplett ist.

Das vierte und letzte Segelpaar ist äußerst wichtig für den Ausbau der ISS. Bereits im Mai soll nämlich die Langzeitbesatzung der ISS von bisher jeweils drei auf sechs aufgestockt werden. Ohne die von den zusätzlichen Solarflügeln gelieferte Energie würden die ISS- Bewohner aber nicht über genügend Strom verfügen.

Sonnensegel per Fernbedienung entfalten

Die rund 16 Tonnen schwere Vorrichtung war bereits am Mittwoch aus der Shuttle-Ladebucht gehievt und dann bis zur Installation im Freien "geparkt" worden. Am Donnerstag steuerten die Astronauten John Phillips und Koichi Wakata das am ISS-Kranarm hängende Segment dann vom Innern der Station aus an die richtige Stelle, wo es schließlich von ihren Kollegen Richard Arnold und Steven Swanson an der Halterung festgeschraubt und verbolzt wurde. Die beiden Außenarbeiter schlossen danach auch noch mehrere Kabel an und hatten dabei etwas Probleme mit einigen Klemmen, aber am Ende war die Arbeit getan. Wenn alles weiter nach Plan geht, sollen die beiden Sonnensegel an diesem Freitag per Fernbedienung entfaltet werden.

Die "Discovery" war am vergangenen Sonntag zu ihrer 13-tägigen Mission aufgebrochen und hatte am Dienstag an der Raumstation angedockt. Noch zwei weitere Außeneinsätze sind geplant, bevor die Raumfähre am 28. März auf der Erde zurückerwartet wird.

DPA DPA

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