Sternschnuppen-Regen Himmelsspektakel meist hinter Wolken


Wer noch ein paar Wünsche offen hat, sollte heute mal in den Himmel schauen. Mit ein bisschen Glück ist dort ein Sternschnuppen-Regen zu erkennen. Denn in diesen Tagen kreuzt die Erde die Meteore der Perseïden.

Zahlreiche Sternschnuppen regnen in diesen Tagen vom Himmel hinab. Ursache ist der Meteorstrom der Perseïden, dem die Erde alljährlich im August begegnet. In Deutschland wird sich dieses Spektakel allerdings vielerorts hinter Wolken abspielen. In der Nacht zum Donnerstag regnet es laut Deutschem Wetterdienst in Norddeutschland, südlich der Mittelgebirge sind die Aussichten etwas besser. In dieser Nacht erwartet die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) besonders viele Sternschnuppen - jedenfalls dort, wo der Himmel klar ist.

Die Meteore der Perseïden flammen jedes Jahr Anfang August am Nachthimmel auf. Die Erde kreuzt dann auf ihrer Bahn die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle. Die rund 220.000 Kilometer pro Stunde schnellen Staubkörner dringen in die Erdatmosphäre ein und regen die Luftmoleküle zum Leuchten an. Ihren Namen tragen die Perseïden, weil die Meteore dem Sternbild Perseus zu entströmen scheinen. Im Volksmund heißen sie Laurentiustränen, benannt nach dem im dritten Jahrhundert verstorbenen Märtyrer Laurentius.

Heute fallen die meisten Sternschnuppen

Vom 10. bis 14. August sind besonders viele Sternschnuppen zu erwarten, mit dem Maximum rechnen Astronomen in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Dann sollen bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde am Himmel aufleuchten. Besonders helle Meteore, sogenannte Feuerkugeln oder Boliden, sind nach Astronomenauskunft keine Seltenheit unter den Perseïden. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr abends und 4 Uhr morgens. Thilo Elsner von der IUZ Sternwarte Bochum empfiehlt, zwischen Richtung Nordosten zu blicken, wo die meisten Sternschnuppen erwartet werden. Allerdings stört in dieser Zeit helles Mondlicht die Beobachtung.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa empfiehlt daher Himmelsguckern, nicht direkt in den Mond zu schauen, weil sich sonst das Auge an das helle Licht gewöhnt und die viel schwächeren Perseiden nicht mehr wahrnimmt. Dasselbe gilt für künstliches Licht. Großstädter können wegen der Lichtverschmutzung schon lange keinen anständigen Sternenhimmel mehr beobachten und sollten auch für Schnuppen eher aufs Land fahren. Perfekt ist eine weite Wiese, wo man sich mit seiner Decke hinlegen kann.

DPA/AP AP DPA

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