Seele erfrischen Mit den Flügeln wackeln


Meister Chen aus Peking zeigt Ihnen, wie Sie schlechte Energie aus dem Körper befördern, um den Weg frei zu machen für frischen Lebensgeist.

Übung 1: Mit den Flügeln wackeln
Halten Sie Ihre Hände in Höhe des Unterleibes, etwa drei Fingerbreit unterhalb des Bauchnabels. Die Finger sind gespreizt. Die beiden Daumen und Zeigefinger bilden einen Kreis, ohne sich dabei zu berühren. Der Abstand zwischen den gegenüberliegenden Daumen und Zeigefinger beträgt etwa fünf Zentimeter. Wie in der Grundübung "Entspannen und ruhig werden" stehen Ihre Füße parallel zueinander, im Abstand der Schultern.

Neigen Sie Ihren Kopf nach unten, ohne dass Ihr Kinn die Brust berührt. Schauen Sie auf Ihre Hände, und bewegen Sie nun die Hände auseinander bis etwa zwei Handbreit neben Ihren Körper. Dann lassen Sie die Arme hinter den Rücken gleiten. Schließen Sie Ihre Hand, bis sich die fünf Fingerspitzen berühren. Wenn sich Ihre Hände in Höhe des Hüftbeckens befinden, lassen Sie Ihre Arme mit einer raschen Bewegung nach vorne schnellen.

Öffnen Sie dabei Ihre Hände und drehen Sie die Handrücken zur Erde. Damit leiten Sie schlechte, krank machende Energie nach außen. Ihre Hände kommen parallel vor den beiden Beinen zur Ruhe. Die Handinnenflächen sind dem Himmel zugewandt. Der Lao Gong, der Energiepunkt in der Mitte der Hand, empfängt so das Qi aus dem Kosmos.

Übung 2: Die Arme hochstrecken
Führen Sie die Hände aus der Position in Oberschenkelhöhe bis vor Ihre Brust und von dort aus an Kinn und Augen vorbei. Die Handinnenflächen bleiben dabei dem Körper zugewandt. Sobald sich Ihre Handballen in Höhe der Stirn befinden, drücken Sie Ihre Schultern nach hinten. Die Oberarme befinden sich auf Schulterhöhe, die Unterarme werden nach oben gedreht und sanft in Richtung Kopf geneigt. Die Handinnenflächen zeigen auf Ihre Ohrmuscheln.

Vergessen Sie nicht, den Mund geschlossen zu halten, ohne die Lippen aufeinander zu pressen. Die Zunge liegt am Gaumen, kurz vor den oberen Schneidezähnen. Sie dient als Brücke für die Lebensenergie, das Qi. Die Knie sind leicht eingeknickt, der Bauch sanft eingezogen. Schließen Sie nun die Hände knapp über Ihrem Scheitel, indem Sie die Finger ineinander verschränken. Lassen Sie nun die verschränkten Hände bis auf Stirnhöhe sinken und drehen Sie dabei die Hand-innenflächen nach außen. Drücken Sie dann Ihre Arme nach oben. Stellen Sie sich vor, in den Himmel zu wachsen.

Sie verbinden die Energien von Yin (Erde) und Yang (Himmel). Ihr Kopf fällt leicht nach hinten. Richten Sie Ihren Blick ins Unendliche.

Matthias Schepp print

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