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Stockholm: Nobelpreis für deutschen Physiker

Der Nobelpreis für Physik geht dieses Jahr an Peter Grünberg aus Deutschland und seinen französischen Kollegen Albert Fert. Die zwei Wissenschaftler entdeckten den so genannten Riesenmagneto-Widerstand. Ohne dieses Phänomen wären Computerfestplatten heute nicht so leistungsfähig.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Peter Grünberg und den Franzosen Albert Fert. Sie erhalten die Auszeichnung für die Entdeckung eines Magneteffekts, ohne den heute keine Computer-Festplatte mehr auskommt. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Physiker ist in diesem Jahr mit umgerechnet 1,1 Millionen Euro (10 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Die Entdeckung des so genannten Riesenmagnetowiderstands hat die Speicherkapazität von Festplatten drastisch erhöht. Grünberg und Fert hatten das Phänomen 1988 unabhängig voneinander entdeckt. Das Ergebnis reiner Grundlagenforschung hat sich zu einem Milliardenmarkt entwickelt.

Vorjahrespreisträger waren John C. Mather und George F. Smoot

Im vergangenen Jahr hatte die Akademie die US-Amerikaner John C. Mather und George F. Smoot für die Untersuchung des "Urknall-Echos" geehrt. Sie hatten mit dem Satelliten "COBE" feine Temperaturschwankungen in der so genannten kosmischen Hintergrundstrahlung entdeckt, die als Saat der ersten Galaxien gelten können.

Am Montag war drei Forschern aus Großbritannien und den USA bereits der Medizin-Nobelpreis 2007 zuerkannt worden. Der Brite Martin Evans und seine US-Kollegen Mario Capecchi und Oliver Smithies hatten ein revolutionäres Verfahren entwickelt, das die gezielte Erzeugung von Versuchsmäusen mit menschlichen Krankheiten für die medizinische Forschung ermöglicht.

Am Mittwoch werden die Träger des diesjährigen Chemie-Nobelpreises benannt. Die feierliche Überreichung der Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

DPA / DPA