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Tipps für den Böller-Kauf zu Silvester: Viel Lärm, aber sicher

Heute beginnt der Böller-Verkauf für Silvester. Tipps, auf was Sie beim Kauf von Knallern und Raketen achten sollten - und welche Versicherungen im Schadensfall zahlen.

Bald knallt es wieder: Auch dieses Silvester werden wohl wieder für über hundert Millionen Euro Böller und Raketen in die Luft gejagt. Wer das neue Jahr mit einem lauten Krach und Zisch begrüßen möchte, sollte auf einige Dinge beim Kauf achten - damit 2013 nicht gleich am Anfang der "13" alle Ehre macht und zu einem Unglücksjahr wird.

Welche Knaller kann ich kaufen?

Böller-Freunde sollten nur Produkte verwenden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) geprüft und zugelassen sind. Bei aus dem Ausland eingeschmuggelten Krachern und Raketen ohne BAM-Prüfsiegel droht eine Geldstrafe. Zudem können etwa aus Osteuropa eingeschmuggelte Böller vorzeitig explodieren und gefährliche Verletzungen verursachen.

Ab wann werden die Böller verkauft?

Der Verkauf von Feuerwerkskörpern der Klasse zwei (Prüfsiegel: BAM-PII plus eine Kombination aus vier Zahlen) ist in diesem Jahr nur vom 28. bis zum 31. Dezember erlaubt. Sie dürfen zudem nur an Erwachsene verkauft werden. Zu dieser Klasse gehören Knallfrösche, Schwärmer, Luftpfeifen, Vulkane, Raketen oder Fontänen. Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen sind nur Feuerwerkskörper der Klasse eins (Prüfsiegel: BAM-PI plus eine Kombination aus vier Zahlen): Dazu gehören Wunderkerzen, Tischfeuerwerk und Knallbonbons. Diese weniger gefährliche Art von Feuerwerkskörpern darf auch das ganze Jahr über verkauft werden. Auch bei diesen harmloseren Knallern sollten die Eltern aber auf jeden Fall das Abfackeln beaufsichtigen.

Darf ich Knaller auch noch Mitte Januar abschießen?

Für Feuerwerkskörper der Klasse zwei gilt eine strikte "Knallzeit": Sie dürfen nur am Silvester- und Neujahrstag abgebrannt werden. Die Zeiten können je nach Bundesland leicht abweichen. Das Böllern in der Nähe von Krankenhäusern, Kirchen, Kinder- und Altenheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern oder Tankstellen ist grundsätzlich nicht erlaubt. Blindgänger, die nicht explodiert sind, sollten unbedingt liegen gelassen werden.

Ist bei Feuerwerksbatterien besondere Vorsicht angebracht?

Ja, denn 2010 wurde die deutsche Sprengstoffverordnung geändert: Statt 200 Gramm Sprengmasse darf eine Feuerwerksbatterie nun 500 Gramm enthalten. Deshalb ist besondere Vorsicht beim Zündeln geboten.

Welche Versicherung kommt für Schäden auf?

Der Klassiker ist der von Böllern zerfetzte Briefkasten am Neujahrsmorgen: Der Hauseigentümer sollte sich nach Angaben des Bundes der Versicherten in einem solchen Fall an seine Wohngebäudeversicherung wenden, die den Schaden dann regulieren wird. Verursacht eine von Unbekannten abgefeuerte Silvesterrakete einen Wohnungsbrand, tritt die Hausratversicherung ein. Äußere Schäden am Haus oder am Dach begleicht die Wohngebäudeversicherung.

Wird das eigene Auto durch Feuerwerkskörper beschädigt, greift - so vorhanden - die Kaskopolice. Die Teilkasko kommt für Schäden am Lack, zerbrochene Scheiben oder einen Autobrand auf. Grundsätzlich gilt: Eltern haften für ihre Kinder. Lassen Eltern ihre minderjährigen Kinder unbeaufsichtigt mit Böllern spielen, werten Versicherungen dies als grob fahrlässige Verletzung der Aufsichtspflicht und zahlen nichts.

Generell sollte nur mit Böllern geknallt werden, die von der Bundesanstalt für Materialforschung geprüft und zugelassen sind. Bei aus dem Ausland eingeschmuggelten Krachern und Raketen ohne BAM-Prüfsiegel zahlen Haftpflichtversicherungen keine Schäden - etwa wenn illegale Böller vorzeitig explodieren und gefährliche Verletzungen verursachen.

lea/AFP / AFP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.