ÄTNA Lavastrom bedroht wieder die Dörfer


Der Ätna ist wieder ausgebrochen. Riesige Staub- und Aschewolken breiten sich aus, ein Lavastrom wälzt sich in die Tiefe. Erst im vergangenen Jahr bedrohte der Vulkan auf Sizilien wochenlang die umliegenden Dörfer.

Einen Tag nach seinem Ausbruch spuckt der Ätna auch am Montag weiter Lava und Asche. Dabei breitet sich die riesige Asche- und Staubwolke um den Vulkan auf Sizilien weiter aus. Außerdem wälzt sich ein Lavastrom an dem fast 3 400 hohen Gebirgsmassiv in die Tiefe.

Das italienische Fernsehen berichtete weiter, die Behörden prüften ein Eingreifen. Dies könnte bedeuten, dass Dörfer evakuiert werden oder Experten versuchen könnten, den Lavastrom in sichere Gebiete umzuleiten. Vulkanologen würden derzeit die Lage von einem Hubschrauber aus beobachten. Bislang hieß es, Menschen seien nicht in Gefahr.

Am frühen Montagmorgen hatte sich ein zweiter Krater geöffnet, aus dem ebenfalls eine Lavafontäne aufstieg. Eine Gemeinde am Fuß des Vulkans ließ die Schulen geschlossen. In Catania blieb der Flughafen wegen des Ascheregens weiterhin geschlossen. Dort schützen sich die Menschen mit Regenschirmen gegen die niedergehende Asche.

Der aktivste Vulkan Europas war nach über einjähriger »Feuerpause« am Sonntag ausgebrochen. Zugleich gab es mehr als 200 Erdbeben. Beim bisher letzten großen Ätna-Ausbruch im Juli 2001 bedrohte ein riesiger Lavastrom über Wochen mehrere Ortschaften.


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