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Vulkanausbruch auf La Palma Vulkanologe sicher: "Werden Zunahme der Aktivität und neue Lavaströme haben"

Sehen Sie im Video: Vulkanausbruch auf La Palma nimmt an Schwere zu.




Auch in der Nacht zum Donnerstag stieß der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanaren-Insel La Palma Lava und Rauch aus. Die spanische Insel kämpft mittlerweile seit fünf Wochen mit dem Vulkanausbruch, zuletzt war der Vulkan noch aktiver geworden. Und ein Ende der Ausnahmesituation ist nicht in Sicht. Seit Beginn des Ausbruchs am 19. September hat die Lava fast 900 Hektar Land bedeckt, über 2000 Gebäude und zahlreiche Bananenplantagen wurden zerstört. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen und sich in Sicherheit bringen. Der Vulkanologe Stavros Meletudis Tsiogal beobachtet vor Ort die Lage: "Ja, wir werden eine Zunahme der Aktivität und einige neue Lavaströme haben, aber glücklicherweise haben wir diese Lavaströme in dem Gebiet, in dem wir schon vorher Lavaströme hatten." Darüber, wie sich die Lage weiter entwickeln wird, könne man nur spekulieren. "Ja, was wir hinter uns sehen, sind die beiden Lavaströme. Der erste hat das Meer erreicht und man kann die Dämpfe sehen, die aus den Lavaströmen austreten. Und dann haben wir den zweiten Lavastrom, der das Meer nicht erreicht hat, sondern nur die Bananenplantage beeinträchtigt und genau dort aufgehört hat. Das ist etwa acht oder neun Tage her, es scheint, dass das Volumen nicht ausreicht, um den Lavastrom ins Meer zu drücken." Der spanische Premierminister Pedro Sanchez versprach, dass das Land die Hilfszahlungen für die schwer betroffene Landwirtschaft und Fischerei auf der Insel schnell auszahlen wolle. Anwohnerinnen und Anwohner, die ihre Häuser nicht verlassen mussten, leiden unter der Asche, die alle Oberflächen auf der Insel bedeckt und das Atmen erschwert. Auch der Flugverkehr auf La Palma war wegen des Vulkanausbruchs zeitweise eingestellt.
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Die spanische Insel La Palma kämpft mittlerweile seit fünf Wochen mit dem Vulkanausbruch. Vulkanologe Vulkanologe Stavros Meletudis Tsiogal macht den Inselbewohnern nur wenig Hoffnung auf eine schnelle Besserung der Lage.

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